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Umland Langenhagen Nachrichten Feuerwehr postet Einsätze in sozialen Medien
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00:16 15.08.2015
Von Sven Warnecke
Feuerwehrmann Dennis Dargel ist ehrenamtlich aktiv. Mit seiner Freundin Luise Krajewski hat er aber auch ein Privatleben. Das sollte bei der Internetaktion der Feuerwehr auch deutlich werden. Quelle: Stephan Bommert
Langenhagen

Nach Auskunft von Feuerwehrsprecher Stephan Bommert haben sich die Langenhagener Ehrenamtlichen am Beispiel ihrer Berufskollegen in Frankfurt am Main orientiert. „Dort postet die Berufsfeuerwehr seit Ende März sowohl alle rettungsdienstlichen als auch feuerwehrtechnischen Einsätze in den sozialen Netzwerken“, berichtet Bommert. Mit dieser Aktion soll Bürgern die Arbeit der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Retter nähergebracht werden.

Und Langenhagen folgte dem Beispiel im Juli - einen Monat lang. Daran waren Bommerts Angaben zufolge alle sechs Ortsfeuerwehren beteiligt. 67 Einsätze wurden in dem Monat registriert und in den sozialen Medien gepostet. Dafür gab es jeweils etwa zehn sogenannte Likes von den Internetnutzern, die den Beitrag nicht nur gelesen, sondern auch für gut befunden haben.

Lediglich bei zwei Einsätzen, einmal einem Zimmerbrand im Maritim Airport-Hotel und bei der Bombenräumung am 19. Juli habe die Internetnachricht mehr Menschen erreicht. Den Zimmerbrand lasen etwa 10.000 Internetnutzer, bei der Bombenräumung waren es etwa 4000. In beiden Fällen gab es auch mehr als jeweils 100 Likes. Zudem gab es bei der Bombenräumung wie für die Beseitigung der Sturmschäden rund um das letzte Juliwochenende erstmals auch Kommentare, berichtet Bommert jetzt. „Und zwar nur positive.“ Es sei den ehrenamtlichen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz Dank ausgesprochen worden.

Ob durch die einmalige, 31-tägige Initiative - die Arbeit damit hatte Stadtfeuerwehrsprecher Bommert übernommen - mehr Verständnis für die Arbeit der Ehrenamtlichen geweckt wurde, ist indes ungewiss. „Dafür haben wir keine Parameter“, bilanziert Bommert im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Reaktionen deuteten schon darauf hin, dass sich die Menschen in der Stadt sicher fühlten. Zudem sei auch Verständnis für die zum Teil hohen Investitionen der Langenhagener Verwaltung in das Feuerwehrwesen gezeigt worden.

Eine Wiederholung werde es ob des Aufwandes aber nicht geben. Gleichwohl haben die Menschen ja aber weiter mit der Zeitung die Möglichkeit, sich über das Einsatzgeschehen zu informieren, wirbt der Feuerwehrsprecher. Oder auch über die Internetseiten der Ortsfeuerwehren.

Eines ist indes sicher: Die Feuerwehrleute haben so mehr über die Arbeit der Kollegen in den Ortsfeuerwehren erfahren. „Das hat die gegenseitige Wertschätzung gestärkt“, meint Bommert.

In Vinnhorst prüft der Kampfmittelbeseitigungsdienst zwei Stellen auf mögliche Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Noch sind beide Stellen nicht bestätigt. Frühestens am Wochenende soll feststehen, ob eine Bombenräumung tatsächlich notwendig wird.

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