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17:51 24.11.2014
Von Sven Warnecke
Mit schwerem Gerät lässt die Stadtverwaltung am gesperrten Südostufer des Silbersee die Bäume roden. Anschließend wird das Areal saniert. Dort sollen Strand- und Liegebereich entstehen. Quelle: Sven Warnecke
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Langenhagen

Seit Jahren ist sich die Stadt der im Untergrund am Südostufer des Silbersees liegenden Altlasten bewusst. Dort wurden während des Ersten und Zweiten Weltkriegs Munition abgeladen, teilweise gesprengt. Da später schlichtweg das Geld fehlte, um das sprichwörtlich heiße Eisen auf dem ehemaligen Sprengplatz anzupacken, wurde das Areal eingezäunt. Schließlich gab es für das Beseitigen der dort vermuteten Munition auch keine Zuschüsse aus Bundes- oder Landestöpfen.

Das ist nun anders. Seit einem Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt und Klimaschutz aus dem Jahr 2013 besteht die Möglichkeit auf einen Zuschuss, falls das Beseitigen der Altlasten auch dem Gewässerschutz dient, erläutert Birgit Karrasch. Dem Antrag der Langenhagener Verwaltung sei im September zugestimmt worden, berichtet die Stadtplanerin weiter. Demnach bezuschusst das Land die auf 670 000 Euro veranschlagten Arbeiten mit 55 Prozent um mehr als die Hälfte. Trotz der langen Liegezeit der Kampfmittel geht Karrasch aktuell nicht davon aus, dass der Boden oder das Wasser des Silbersees mit Schwermetallen belastet ist. Das hätten auch Gutachten ergeben.

Aktuell sind Arbeiter mit schwerem Gerät dabei, die Bäume und Sträucher auf dem Gelände abzusägen. Im Anschluss sollen die Wurzelstöcke gerodet werden. Karrasch rechnet damit, dass die Arbeiten in Kürze beendet sein werden. Dann allerdings herrscht bis zum Frühjahr erst einmal Pause. Der Grund sind Vergaberichtlinien. Die Stadt durfte erst nach Bewilligung des Zuschusses die Arbeiten ausschreiben. Während des Winters hat die Verwaltung nun Zeit, die anschließende Sanierung samt Bergung der im Untergrund liegenden Kampfmittel zu planen und auszuschreiben.

Doch die gute Nachricht zieht auch eine schlechte nach sich: Während der Arbeiten müssen Teile des Areals auf der Südostseite sowie auch ein Bereich des angrenzenden Parkplatzes gesperrt werden.

Keiner fühlte sich zuständig

Die Fläche war bis Mitte der neunziger Jahre Teil des beliebten Naherholungsgebiets. Doch das änderte sich 1995 schlagartig, als dort im Sommer Badegäste von angeschwemmten oder aufgetauchten Granaten aufgeschreckt wurden. In der Folge wurden dort bereits knapp 1,5 Tonnen Kampfmittel geborgen. Das Gebiet wurde nach juristischen Streitigkeiten zwischen dem Land Niedersachsen und der Stadtverwaltung gesperrt. Denn niemand wollte für die Kosten einer Sanierung aufkommen. Die Stadt argumentierte, sie habe die Munition schließlich nicht vergraben. Das ist unzweifelhaft richtig. Doch da auch der Bund und das Land nicht für die Beseitigung der Altlasten aus dem Ersten Weltkrieg haftbar zu machen sind, wollte bislang keiner dafür aufkommen. Deshalb wurde das Areal für die Öffentlichkeit mit einem Zaun gesperrt.

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