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Umland Langenhagen Nachrichten Bei neuem Gerätehaus ist Feuerwehr Kummer gewohnt
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15:25 15.01.2018
Die Beförderten und Geehrten stellen sich zusammen  (obere Reihe von links): Sven von der Osten, Christopher Klenke, Julien Schreiber, Kevin Blank und Stadtbrandmeister Arne Boy. Untere Reihe von links: Lars Seidel, Ortsbrandmeister Robert Heidrich, Otto Tegtmeyer, Michael Rudolph, Kurt Mörke, Guido Wittwer, Ilka Engelke und Gero Röber. Quelle: Feuerwehr Engelbostel
Engelbostel

 Wie sollte es auch anders sein: Natürlich war der Neubau des gemeinsamen Gerätehauses für die Ortsfeuerwehren Engelbostel und Schulenburg  am Stadtweg auch ein Thema bei der Jahresversammlung der Engelbosteler Ehrenamtlichen. Denn diese Planung begleite die Feuerwehr seit 2005, erinnerte Engelbostels Ortsbrandmeister Robert Heidrich

„Nachdem wir im letzten Jahr die frohe Botschaft des Baubeginns im Oktober vernommen hatten, waren wir alle sehr begeistert“, sagte er in der Versammlung. Alle Mitglieder hätten sprichwörtlich schon die Werkzeuge für den ersten symbolischen Spatenstich gespitzt. Doch allein der Umbau der Kreuzung Stadtweg und Hannoversche Straße verlief seinen Angaben zufolge schleppend. „Erwartungsgemäß“, merkte er lakonisch an. Doch mit einiger Verzögerung konnten die Arbeiten schließlich abgeschlossen werden. 

Doch dann passierte anschließend erst einmal nichts mehr. „Man ist ja Kummer gewohnt“, sagte Heidrich süffisant. In diesem Zusammenhang kritisierte der Engelbosteler Feuerwehrchef die seiner Ansicht nach schleppende Informationspolitik des Langenhagener Rathauses. Zumal es für die Ehrenamtlichen mehr als ärgerlich sei, erst aus der Zeitung vom verzögerten Baustart nicht vor dem Frühjahr erfahren zu müssen. Umgekehrt sei es aber immer wieder so gewesen, dass das kommunale  Bauamt von der Feuerwehr in der Planungsphase stets prompte Anworten auf Fragen zum anstehenden Neubau erwartet habe. „Das passt irgendwie nicht zusammen, und ich finde dieses Gebaren nicht sehr professionell“, monierte Heidrich.

Doch es gab nicht nur Kritisches. Vielmehr hob der Ortsbrandmeister in seinem Bericht auch auf die ungewöhnlich vielen Einsätze in Engelbostel und der ganzen Stadt ab. Diese Tatsache sei im vergangenen Jahr zu einem Großteil der Wetterlage – also Regen und Sturm – geschuldet, wurde aber mit Bravour gemeistert, lobte Heidrich. Von den 34 Alarmierungen in Engelbostel entfielen 2017 allein 19 auf Unwettereinsätze, die zum Teil Stunden dauerten. „An zahlreichen Einsatzstellen waren wir eingebunden. Schulenburg und Godshorn hat es an diesem Tag besonders stark getroffen“, bilanzierte er. Zudem stellten die Engelbosteler für den Hochwassereinsatz in Hildesheim sechs Feuerwehrleute, die dort Sandsäcke füllten, um die aufgeweichten Deiche zu schützen. Ein weiterer Schwerpunkt lag im Oktober. Dabei hatte ein Sturm mit orkanartigen Böen Bäume reihenweise entwurzelt und viele Einsätze ausgelöst.  

Neben all diesen Einsätzen war die Feuerwehr nach Angaben Heidrichs auch etwa beim Turnier des MTV Engelbostel-Schulenburg gefordert. Das Ereignis habe im Vorfeld regelrecht „Kopfzerbrechen“ bereitet. Denn es galt trotz Umbau des Stadtweges die Busse sowie Autos mit mehr als 2000 Zuschauern zu den Sportplätzen zu lotsen. Doch das habe letztlich geklappt. 

Wahlen, Ehrungen und Beförderungen

Zum Jugendwart ist Rene Schulz gewählt worden, Stellvertreter ist Björn von der Osten. Kinderfeuerwehrwart ist Sascha Schröter, die Stellvertreterin Desireé Kahle. Als Sicherheitsbeauftragter fungiert Florian Kahle, als Atemschutzgerätewart Thomas Voegler.

Zum Oberfeuerwehrmann wurden Kevin BlankJulien SchreiberSven von der Osten und Christopher Klenke befördert. Erster Hauptfeuerwehrmann darf sich künftig Guido Wittwer nennen. Zum Löschmeister wurde Michael Rudolph ernannt.

Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Hauptfeuerwehrfrau Ilka Engelke, für 40 Jahre Brandmeister Gero Röber und Hauptfeuerwehrmann Kurt Mörke geehrt. Für mittlerweile 60-jährige Treue erfuhr Hauptfeuerwehrmann Otto Tegtmeyer eine besondere Ehrung.

Von Sven Warnecke

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