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Nachrichten Schulbusse: Kapazität reicht aus
Umland Langenhagen Nachrichten Schulbusse: Kapazität reicht aus
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00:16 16.12.2016
Von Antje Bismark
Viele Schüler nutzen in Langenhagen den Bus. Nach Meinung einiger Kommunalpolitiker müssen weitere Fahrzeuge eingesetzt werden. Quelle: Symbolbild (Archiv)
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Kaltenweide

"Die Schulbusse sind hoffnungslos überfüllt", begründete Domenic Veltrup (BBL) den Antrag der Mehrheitsgruppe. Weil jedes Kind seinen Ranzen auf dem Rücken trage, reiche der vom TÜV errechnete Platz für 150 Personen in einem Schulbus nicht aus. Hinzu komme, dass die Abfahrtszeiten nicht mit den Schulzeiten übereinstimme. "Es ist schon sehr merkwürdig, dass wir das Leben unserer Kinder an die Abfahrtszeiten von Bussen anpassen sollen", sagte Veltrup mit Blick darauf, dass morgens zwar mehrere Busse in Richtung Zentrum fahren - aber manche eben eher. Weil der letzte Bus sehr voll sei, müsse man Region und Üstra eine maximale Auslastung von 70 Prozent vorgeben. Ortsratsbetreuer Helmut Büch betonte mit Blick auf den Antrag, dass Langenhagen diese Entscheidung nicht treffe.

Auf den Einwand von Dagmar Janik (SPD), dass sich dies nur schwer in Einklang mit der Vorgabe der Wirtschaftlichkeit des Transportunternehmens bringen lasse, entgegnete Andreas Eilers (WG AfL): "Lassen Sie uns das mal fordern, und dann verhandeln wir mit der Region einen vernünftigen Kompromiss aus." Von Seiten der BBL-Ortsratsfraktion hieß es, dass Langenhagen als finanzstarke Kommune fast die gesamte Region finanziere. Aber natürlich müsse die Stadt hart verhandeln und dürfe nicht nur "bitte, bitte" wie in der Vergangenheit sagen.

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Unterdessen weist Udo Iwannek, Sprecher der Üstra, den Vorwurf von Eilers zurück, sein Unternehmen habe vormittags um 10 Uhr die Fahrgastzahlen erfasst. "Unsere Fachabteilung hat die Busse mehrfach während des Schulbeginns, also um 8 Uhr herum, überprüft." Dabei habe sich gezeigt, dass de Busse zwar sehr voll seien, aber alle Schüler mitfahren könnten. Ein häufiges Problem sei, dass die Schüler nicht ins Wageninnere durchgingen.

Diese Aussage bestätigt auch Klaus Abelmann, Sprecher der Region: "Viele Schüler, die die Grundschule Krähenwinkel besuchen, positionieren sich wegen der Angst, nicht rechtzeitig aussteigen zu können, nach dem Einsteigen direkt an der Tür." Damit blockierten sie den Zustieg der anderen. Deshalb müssten die Fahrer an der Haltestelle Eichstraße lange stehen bleiben und sich vergewissern, dass alle Grundschüler ausgestiegen sind.

Eine klare Absage erteilt Abelmann der 70-Prozent-Forderung: "Das ist aus finanziellen Gründen nicht umzusetzen, da dann regionsweit erheblich mehr Fahrzeuge eingesetzt werden müssten." Diese stünden nicht zur Verfügung, im Gegenteil: Schon jetzt seien zwischen 7 und 8 Uhr alle Fahrzeuge von Üstra und Regiobus sowie der Subunternehmer im Einsatz.

Zudem gebe es vier Fahrten der Linie 610/611 und eine der Regiobuslinie 692. Bei allen seien bei der jüngsten Überprüfung - bei schlechtem Wetter und damit hoher Frequenz - noch Plätze frei gewesen.

Antje Bismark 12.12.2016
Antje Bismark 12.12.2016