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Nachrichten „Junge Leute teilen sich die Erziehung“
Umland Langenhagen Nachrichten „Junge Leute teilen sich die Erziehung“
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17:46 09.03.2017
Die neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Christina Mundlos (Bild Mitte) hat in ihrer Funktion erstmals am internationalen Frauentag zur Diskussion ins Rathaus eingeladen.Klappt die Gleichberechtigung? Darüber diskutieren Vertreter der Landtagsfraktionen im Rathaus. Quelle: Jarolim-Vormeier
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Langenhagen

Mundlos ist seit Dezember im Amt. Ihre Vorgängerinnen Anne Kirchenbüchler und auch Ilka Sommerfeld hatten Veranstaltungen dieser Art nicht auf die Beine gestellt. Mundlos sieht ihren Posten im Rathaus als eine politische Aufgabe, bei der sie zum Beispiel auf die Podiumsdiskussion nicht verzichten möchte. „Ich hätte mir mehr Publikum gewünscht, aber fürs erste Mal bin ich zufrieden“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte nach der Diskussion.

Sie wisse, parallel habe es genügend andere Termine und Aktionen gegeben. Zufrieden zeigte sich Mundlos auch mit der regen Diskussion. „Wir haben uns deutlich länger über die Gleichstellung ausgetauscht, als eigentlich avisiert war“, erklärte die 35-Jährige lachend. Debattiert wurde über die aktuellen Herausforderungen in der Gleichstellungsarbeit.

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Auf dem Podium saßen drei Frauen und ein männlicher Vertreter: Rainer Fredermann (CDU), Thela Wernstedt (SPD), Elke Twesten (Grüne) und Bianca Beyer (FDP). Gesprochen wurde über die Frauenquote und gleiche Karrierechancen bei Mann und Frau, über die nach wie vor niedrigere Bezahlung der Frauen und auch darüber, dass Mädchen und Jungen gleiche Erziehung genießen sollen. Alle Teilnehmer forderten, Kinder selbstbewusst zu erziehen. Ein weiteres Thema der zweieinhalb Stunden langen Debatte war die häusliche und sexuelle Gewalt. Denn: Die Langenhagener Beratungsstelle Ophelia verzeichnete 2016 etwa 25 Prozent mehr Beratungen als im Vorjahr.

In der abschließenden Runde äußerte Christa Röder, Vorsitzende des Seniorenbeirats, dass Langenhagen seit 1987 mit der ersten hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten und den Gründungen des Frauennotrufs, heute Beratungsstelle Ophelia, des Mütterzentrums und des Frauenbündnisses als Kommune „super gut aufgestellt“ sei. Aber vieles sei eben nicht erreicht worden, monierte sie. Claudia Hopfe (CDU) hielt dagegen: Junge Menschen teilten sich heute etwa die Erziehung, und die Väter blieben auch zu Hause.

Von Katerina jarolim-vormeier