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Nachrichten Schulenburg-Nord ist erneut um ein Haus ärmer
Umland Langenhagen Nachrichten Schulenburg-Nord ist erneut um ein Haus ärmer
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13:35 26.05.2013
Von Rebekka Neander
Ein Haus verschwindet: Ein Bagger reißt das Gebäude nieder. Quelle: Rebekka Neander
Langenhagen

Dass in diesen Tagen nur ein Haus abgerissen wird in dem kleinen Dorf zwischen den Landebahnen, hat einen bemerkenswerten Grund: Ein Fertighaus wird nicht fertig. Denn eigentlich sollte mit dem Haus Nummer 2 am Eingang des Dorfes auch das nebenan fallen. Dessen Bewohner aber, Erika und Wolfgang Pfeif, können noch nicht umziehen. Dafür ist die Mängelliste an ihrem neuen Zuhause in Engelbostel zu lang.

Zwischen den Mauern jedoch, die von einem imposanten Bagger seit Dienstag nach und nach eingerissen werden, wohnte schon lange niemand mehr. Gerda Pilz, die letzte Bewohnerin des Gebäudes, ist vor Monaten ihren Verwandten in den Norden gefolgt. Lange Zeit ruhte das verlassene Haus einsam am Dorfeingang, bis Mitte Mai das für Schulenburg-Nord inzwischen übliche Prozedere begann: Zunächst werden letzte Möbelstücke entfernt. Dann alles, was schadstoffbedingt auf keiner Bauschutthalde landen darf. Irgendwann stellt jemand das Wasser ab und legt den Strom lahm.

Ab dann tanzt nur noch der Bagger. Bis Ende dieser Woche wird von dem Haus, in dem sich über die Jahrzehnte selbst die hinterste Stallkammer zu einem fachlich korrekt isolierten Wohnraum wandelte, nur noch eine Sandfläche zu sehen und die zwischendurch meterhohen Berge von fein sortiertem Holz, Metall und Ziegelsteinen verschwunden sein.

Im Herbst, so der nächste Plan, werden die drei inzwischen leer stehenden Häuser am Nordende der alten Dorfstraße abgerissen werden.

Steter Lastwagenverkehr wird bis dahin weiterhin gleich gegenüber dem aktuellen Abbruchort zu sehen sein: Das Erdreich, das derzeit entlang der Nordbahn aufgenommen werden muss, wird Fuhre um Fuhre in den ehemaligen NJK-Teich gekippt, um aus dem naturfernen Gewässer ein Feuchtbiotop zu machen. Derzeit sind es rund 100 Fuhren täglich.

Zu diesem Anlass hat der Flughafen kürzlich das Flughafentor in Schulenburg-Nord mit einer funkgesteuerten Schranke ersetzen lassen. Nach einem Probebetrieb, so Flughafensprecher Sönke Jacobsen, werde die Schranke von nächster Woche an wieder dauerhaft geschlossen sein und Pendlern aus Richtung Westen den Schleichweg durch Engelbostel versperren.

Mehr über das Ende des Dorfes gibt es im Internet-Tagebuch auf Schulenburg-Nord.Haz.de.

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