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Umland Langenhagen Nachrichten Neuer Treff für Regenbogenfamilien
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15:39 17.01.2017
Wollen künftig gemeinsam Anlaufstelle sein für alle, die in ihrem Gefühlschaos Hilfestellung benötigen: Der Verein Einzigartig und die Stadt Langenhagen bieten künftig im Mehrgenerationenhaus ein Elterncafé für Regenbogenfamilien an. Quelle: privat
Langenhagen

Wer merkt, dass der eigene Bauch eine andere Sprache spricht als der vermeintliche Rest des Freundeskreises, durchlebt ein wahrliches Chaos. Ganz egal, ob das Herz sich zu Frauen oder Männern hingezogen oder man sich selbst im eigenen Körper wirklich wohl fühlt. Diesen Menschen bietet der im Frühjahr vergangenen Jahres gegründete Verein Einzigartig in der Wedemark eine Anlaufstelle. Dieses Netzwerk will jetzt auch die Stadt Langenhagen nutzen. Im März werden der Verein und die Stadt gemeinsam ein Elterncafé im Mehrgenerationenhaus (MGH) einrichten. Es richtet sich an sogenannte Regenbogenfamilien und damit alle direkt Betroffenen sowie ihre Angehörigen und Freunde.

Eine möglichst enge Vernetzung zwischen Stadt, MGH und Verein stellt ein Kooperationsvertrag sicher, der am Montag in Langenhagen unterzeichnet worden ist. Danach wird Langenhagens Gleichstellungsbeauftragte Christina Mundlos stimmberechtigtes Mitglied des Wedemärker Vereins, im Gegenzug tritt Einzigartig-Vorstand Daniel Diedrich dem Langenhagener Präventionsbeirat bei. Unterzeichnet haben den Vertrag zudem MGH-Leiterin Christine Paetzke-Bartel und Langenhagens Integrationsbeauftragte Justyna Scharlé.

Das MGH stellt kostenfrei einen Raum für den Treffpunkt bereit, in dem sich an jedem ersten Montag im Monat von 17 Uhr an Gudrun Held und Michaela Diedrich vom Verein Einzigartig als Ansprechpartnerinnen zur Verfügung stehen. "Wir haben ganz bewusst das Mehrgenerationenhaus ins Boot geholt, um den Treffpunkt räumlich und inhaltlich mitten in die Langenhagener Gesellschaft zu platzieren", betonte Scharlé auf Nachfrage. Auch für ihre Arbeit ist das Angebot eine sinnvolle Ergänzung. "Ich musste in Langenhagen untergebrachte Geflüchtete und Migranten in solchen Fragen bislang immer in die Hannoversche Nordstadt schicken. Jetzt haben wir einen Anlaufpunkt in direkter Nähe."

Um dennoch auf Wunsch eine gewisse Anonymität zu gewährleisten, baut Einzigartig derzeit in den gesamten Nord-Kommunen ein Netzwerk auf. Mit der Stadt Burgwedel wurde bereits im vergangenen Sommer eine Kooperation vereinbart. Dort bietet der Verein einen Treffpunkt in der Seniorenbegegnungsstätte in Großburgwedel an. Angedacht ist zudem, in Isernhagen eine Anlaufstelle speziell für geflüchtete Neubürger zu etablieren. Geleitet wird der Verein von Daniel Diedrich, der bei der Gemeinde Wedemark zuständig ist für die Betreuung der ehrenamtlichen Helfer in der Kommune.

Weitere Informationen über den Verein und seine Mitarbeiter geben Gudrun Held unter Telefon (01520) 2690639 oder Michaela Diedrich unter efa-einzigartig@gmx.de per E-Mail weiter. Dort werden auch alle weiteren Treffpunkt-Termine speziell für Jugendliche in Mellendorf oder Großburgwedel vermittelt.

Von Rebekka Neander

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