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Nachrichten Stadt rechtfertigt Standort der IGS-Süd
Umland Langenhagen Nachrichten Stadt rechtfertigt Standort der IGS-Süd
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10:07 13.07.2015
Von Rebekka Neander
Um die IGS-Süd in Langenhagen gibt es Diskussionen. Quelle: Archiv
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Langenhagen

Wie viel muss wo gebaut werden, sollen alle Schulen in Langenhagen - wie politisch gewünscht - eine Ganztagsbetreuung anbieten? Die dazu in Auftrag gegebene Analyse des Büros Biregio aus Bonn macht dazu einen Vorschlag mit Sprengkraft: Die Grundschule der Brinker Schule, die eigentlich mit der vor einem Jahr dort gestarteten IGS-Süd verschmelzen sollte, müsse aufgelöst und auf die Friedrich-Ebert- und die Adolf-Reichwein-Schule aufgeteilt werden.

Hintergrund sind vor allem logistische Gründe. Biregio hat ermittelt, dass am Standort der IGS-Süd allein neun größere Räume für die Ganztagsbetreuung fehlen. Nicht gerechnet diverse kleinere Differenzierungs- und Vorbereitungsräume. „Wollte man dies an der Angerstraße bauen, müsste man aufstocken“, sagte Anja Reinermann-Matatko vom Büro Biregio bei der Präsentation. Dies gestalte sich vor allem beim Umbau des Fahrstuhls sehr aufwendig und behindernd für den laufenden Schulbetrieb. An anderen Standorten seien die nötigen Anbauten dagegen einfacher zu realisieren.

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Auch an der Robert-Koch-Realschule müsse erweitert werden. „Dort fehlt eine Mensa“, ergänzte auf Nachfrage jetzt Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch. „Dieser Standort wäre für die IGS nicht ideal gewesen.“ Sowohl die rot-grüne Ratsmehrheit als auch die Verwaltung hätten sich deshalb seinerzeit für die Brinker Schule als Standort für die zweite Gesamtschule entschieden, deren Schulleitung sich ebenfalls um den Betrieb der Gesamtschule beworben hatte. „Wir legten damals großen Wert auf einen schnellen Start“, erinnerte Gotzes-Karrasch. „Und nur die Leitung der Brinker Schule konnte uns einen Start bereits im vergangenen Jahr zusagen.“

Um die Raumausstattung aller Grundschulen in den kommenden Jahren belastbar planen zu können, empfiehlt Biregio grundsätzlich, die Aufnahme von Kindern von außerhalb des eigentlichen Bezirkes sowie aus Hannover künftig zu unterbinden. In der Vergangenheit hatte man dies zur Stärkung der Standorte wie zum Beispiel an der Adolf-Reichwein-Schule forciert. Derzeit besuchen dort 17 Kinder aus Hannover die Langenhagener Grundschule. Die Entwicklung der Bevölkerung jedoch lasse erkennen, das derlei Bemühungen in Zukunft verzichtbar seien.

Am 6. Oktober wird der Bildungsausschuss erstmals wieder über die Planungen für alle Langenhagener Schulen öffentlich beraten.

Rebekka Neander 12.07.2015