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Umland Langenhagen Nachrichten Tabaluga verwandelt Kirche in eine Musical-Bühne
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03:35 05.03.2018
Tabaluga macht an diesem Wochenende Station in Godshorn, wirkt aber auf der Bühne auch manchmal traurig. Quelle: Stephan Hartung
Godshorn

 Die einzigen Probleme der vergangenen Tage: Tabaluga hatte eine leichte Erkältung, beziehungsweise die im Drachen-Kostüm steckende Leonie Hesse, Tabalugas Vater Tyrion verlor einen Flügel und Chormitglied Connor Czarnecki stand mit gebrochenem Fuß auf der Bühne – geschenkt. Denn mittlerweile sind der Godshorner Chor conVOICE und die Musikband conTAKT erfahren im Umgang mit der Vorbereitung von Musicals, zum achten Mal haben sie eine Aufführung in der Kirche Zum Guten Hirten auf die Beine gestellt und bleiben deshalb gelassen.

„Wir haben uns ein Jahr lang darauf vorbereitet, der letzte Monat war sehr intensiv“, sagt Gina Bokisch, die zum Organisationsteam gehört. „Allein am Bühnenbild haben wir drei Wochen gearbeitet. Gut für uns war, dass aktuell Winter-Kirche ist und die Gottesdienste in der Kapelle stattfinden.“

Rund drei Dutzend Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren standen am Freitagabend auf der Bühne – bei der umjubelten Premiere in der vollbesetzten Kirche. An gleicher Stelle gibt es am Sonnabend, 3. März, ab 18 Uhr eine Wiederholung. „Tabaluga – oder die Reise zur Vernunft“ lautet der Titel des Musicals, bei dem die von Peter Maffay erschaffene Figur die Hauptrolle spielt. 

Erstmals haben conVOICE und conTAKT kein biblisches Thema gewählt wie in den vorherigen Jahren – sondern eher eine weltliche Geschichte, in der es dem kleinen Drachen darum geht, nicht erwachsen zu werden. „Die Botschaft von Frieden und Freundschaft findet sich jedoch auch in der Bibel wieder – inklusive der Aufforderung, sich das Kindliche zu bewahren“, sagt Gina Bokisch.

1300 Euro bevor es losgeht

Die Vorbereitung eines Musicals kostet Zeit – und natürlich auch Geld. „Bevor wir die Stücke aufführen, sind bereits 1300 Euro weg“, sagt Jürgen Negelmann, Organisator des Projekts von conVOICE und conTAKT. Denn die Verwendung der Tabaluga-Figur kostet Lizenzgebühr. „Das lässt sich Peter Maffay mit 200 Euro pro Abend bezahlen“, sagt Negelmann. Außer der Urheberrechten an den Rockstar müssen die Godshorner auch rund 500 Euro für ihre aufwendige Lichttechnik berappen, macht 900 Euro. Hinzu kommen weitere Kosten, vor allem für die Requisite.

Es daher schon ein fairer Umgang mit den Besuchern des Musicals, dass kein Eintritt verlangt wird. Jedoch wissen Stammgäste aus der Vergangenheit, dass die Aufführungen von Negelmanns Teams mittlerweile ein sehr hohes Niveau erreicht haben, was ein Eintrittsgeld gerechtfertigt. „Wir machen es so wie bisher: Der Eintritt ist frei, am Ausgang bitten wir aber um Spenden.“ Dass zur Kostendeckung auf großzügige Gäste gehofft wird, versteht sich von selbst. hg

Von Stephan Hartung

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