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Umland Langenhagen Nachrichten Politiker kritisieren Ausbau der Walsroder Straße
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00:15 22.07.2018
Die Planung steht, der Zuschuss gilt als sicher. Dennoch sind nicht alle glücklich über die künftige Führung des Geh- und Radweges entlang der Walsroder Straße. Quelle: Rebekka Neander
Langenhagen

Der Ausbau des vierten Abschnitts der Walsroder Straße ist auf den Weg gebracht: Der Verwaltungsausschuss hat dem Konzept zugestimmt, der Sozialverband – er muss die Barrierefreiheit bestätigen – ebenfalls, und die Stadt hat beim Land die Zuschüsse beantragt. Deren Genehmigung steht nach Angaben der Stadtverwaltung zwar noch aus, sie gilt jedoch als sicher. Allerdings ist niemand in der Langenhagener Kommunalpolitik mit der vorgelegten Lösung glücklich. Doch die Verwaltung sah sich personell nicht in der Lage, Alternativen so rechtzeitig zu prüfen, dass die grundsätzlich bereits zugesagten Landeszuschüsse nicht gefährdet würden.

Schon lange arbeitet die Stadt an dem Konzept zum Ausbau des vierten und letzten Bauabschnitts zwischen Langenforther Platz und Ehlersstraße. Sie musste die Planung noch einmal völlig überarbeiten, weil sie nicht den zwischenzeitlich geänderten Ansprüchen an die Barrierefreiheit genügte. Das aber ist die Voraussetzung dafür, dass im Grundsatz schon zugesagte Landeszuschüsse von 60 Prozent für das 2,1-Millionen-Euro-Projekt auch tatsächlich fließen.

Verwaltung: Geh- und Radweg können nicht getrennt werden

Die Kritik der Kommunalpolitiker galt vor allem dem Bereich an der Einmündung der Konrad-Adenauer-Straße. Nach Aussage von Anette Mecke, Leiterin der Abteilung Verkehr und Straßen im Rathaus, reicht der Platz dort nicht für eine getrennte Führung von Rad- und Gehweg aus. Ursache seien vor allem die taktilen Führungsplatten für Sehbehinderte, die stets bis an die Kante des Bordsteins führen müssten, sagte Mecke.

Für Dirk Musfeldt (Grüne) war das nicht nachvollziehbar. Zumindest mit abgesenkten Radwegen müssten diese – wie bisher auch – entlang der Walsroder Straße in gerader Fortsetzung über die Konrad-Adenauer-Straße geführt werden können, erklärte er im Verkehrsausschuss. Auch Matthias Gleichmann (SPD) wies darauf hin, man habe kurz zuvor doch im Vortrag eines Fachmanns gehört, dass gerade im Bereich von Knotenpunkten Rad- und Gehweg möglichst getrennt werden sollten. Michael Horn, Vertreter des Behinderten-Beirats, regte an, über eine Aufgabe der Busspur nachzudenken, dann müssten auch nur drei Spuren überquert werden, was für Sehbehinderte deutlich sicherer sei.

Politiker warnen vor Schnellschuss

Gleichmann warnte vor einem Schnellschuss, und Musfeldt beantragte eine Vertagung, damit die verschiedenen Ideen überprüft werden könnten. Mecke erklärte jedoch, dass dies aufgrund der personellen Situation – der zuständige Mitarbeiter geht in Elternzeit – bedeuten würde, in diesem Jahr nicht mehr bauen zu können und damit möglicherweise die Landeszuschüsse zu verlieren. „Wir bekommen Montag die Unterlagen, sollen Donnerstag entscheiden, und Änderungen sind ohnehin nicht mehr möglich – das ist misslich“, meinte Musfeldt. Baudezernent Hettwer räumte ein, auch er sei „nicht glücklich, dass eine solche Vielzahl von Anforderungen erfüllt werden“ müssten. Man habe es mit „immer komplizierteren und zum Teil gegeneinander stehenden Vorschriften“ zu tun.

Der drohende finanzielle Verlust bewog schließlich alle Ausschussmitglieder außer Musfeldt, dem Vorschlag der Verwaltung zuzustimmen. Auf Bitte des Verwaltungsausschusses prüfte die Stadtverwaltung noch einmal, ob Geh- und Radweg nicht doch getrennt werden könnten. Ergebnis: negativ. Stattdessen sollen nun die Radfahrer eine gesonderte, vom rechtsabbiegenden Autoverkehr unabhängige Ampelschaltung bekommen.

Von Thomas Böger

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