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Umland Langenhagen Nachrichten Tumult in Flüchtlingsunterkunft in Langenhagen
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11:55 11.11.2015
Die Flüchtlingsunterkunft an der Hans-Böckler-Straße in Langenhagen. Quelle: Neander/Archiv
Langenhagen

In der Flüchtlingsunterkunft an der Hans-Böckler-Straße in Langenhagen ist es in der Nacht zu Mittwoch zu einem Tumult gekommen. Eine afghanische Familie war mit einer irakischen Familie um kurz nach Mitternacht in Streit geraten. Auslöser war nach Aussage von Antje Heilmann, Sprecherin der Johanniter als Betreiber, die Frage, ob das Licht in dem Schlafraum für mehrere Personen an- oder ausgeschaltet sein sollte. Dabei wurde ein zehnjähriger Junge leicht verletzt. Die Mutter des Jungen schlug nach Angaben der Polizei daraufhin eine 25-Jährige. In der Folge sei es zu einer Rangelei zwischen den rund 20 Beteiligten gekommen, in deren Verlauf zwei Frauen in Ohnmacht gefallen seien. Vier Männer (13, 24, 48 und 49 Jahre) wurden dabei leicht verletzt – lediglich der 24-Jährige und der zehnjährige Junge mussten ambulant versorgt und danach in ein Krankenhaus gebracht werden.

Waffen sind laut Polizeiangaben dabei nicht zum Einsatz gekommen. Unklar ist, ob sich an der Auseinandersetzung nur die beiden Familien oder noch weitere Flüchtlinge beteiligten.

Die Polizei ermittelt nun in zwei Fällen wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen einen 30 Jahre alten Mann sowie eine 30-jährige Frau und in einem Fall wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen einen derzeit noch unbekannten Täter.

Spontane Demo nach Handgreiflichkeiten

Der laufende Polizeieinsatz entwickelte sich wenig später zu einer spontanen Demonstration von etwa 100 Flüchtlingen, der augenscheinlich die Forderungen nach einem beschleunigten Asylverfahren zugrunde lag, wie die Polizei mitteilte. Dabei sei von einer bisher unbekannten Person der Versuch unternommen worden, ein Toilettenhaus auf dem Gelände in Brand zu setzen. Das Feuer konnte früh gelöscht und so eine Ausbreitung verhindert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Um letztlich die Situation nach dem Streit wieder zu beruhigen, wurde eine der beteiligten Familien noch in der Nacht in eine andere Unterkunft gebracht. Dazu waren die Johanniter bis etwa 4.30 Uhr im Einsatz, weil sie die Tour wegen der vielen Familienmitglieder zweimal fahren mussten. "Zu diesem Zeitpunkt war alles wieder ruhig", sagte Heilmann. Bis in den frühen Morgen blieb auch die Polizei mit einem Streifenwagen vor Ort.

In dem Hallenkomplex an der Hans-Böckler-Straße, die seit zwei Monaten als Notunterkunft dient, sind rund 300 Flüchtlinge untergebracht. 

bis/frs/mhu/dpa

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