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Nachrichten Warnung vor liebestollen Rehen
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18:34 18.07.2013
Von Sven Warnecke
Nun beginnt sie wieder – die Paarungszeit der Rehe. Quelle: dpa
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Langenhagen

Die Jäger warnen vor einer erhöhten Wildunfallgefahr während der jetzt beginnenden Paarungszeit der Rehe. Jäger sprechen dabei von der sogenannten Blattzeit.

„Aufgrund der Paarungszeit ist das Reh zu dieser Zeit besonders hormongesteuert und daher unvorsichtiger als normal“, sagt Florian Rölfing, Sprecher der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN). Deshalb bittet er alle Verkehrsteilnehmer um erhöhte Vorsicht, denn Rehe wechselten unvermittelt über die Straßen - auch am helllichten Tag, warnt der Jäger. „Besonders groß ist die Gefahr entlang von Wald-Feld-Grenzen und unübersichtlichen Straßenabschnitten.“

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Normalerweise halten sich Rehe von Straßen fern, momentan folgen sie aber hauptsächlich dem Fortpflanzungstrieb. Sie sind buchstäblich blind vor Liebe, und die Gefahr von Wildunfällen steigt enorm.

„Das wesentliche Kennzeichen ist eine Art Lockflucht“, erläutert Rölfing das Paarungsverhalten der Rehe. Über Geruchsstoffe signalisiere die Ricke dem Rehbock ihre Paarungsbereitschaft. Daraufhin würde der mit ausdauerndem Liebeswerben - dem sogenannten Treiben beginnen. Die Ricke gebe aber keineswegs direkt nach, sie entziehe sich dem Bock. „Diese Lockflucht kann sich über mehrere Tage und Kilometer hinziehen.“ Eben auch über Straßen und Wege.

Deshalb sollten die Verkehrsteilnehmer in den nächsten Wochen besonders aufmerksam sein und ihre Geschwindigkeit anpassen, appelliert Rölfing, „da mit plötzlichem Wildwechsel zu rechnen ist - nicht nur an den Stellen mit entsprechenden Warnschildern“. Landesweit wurden zwischen dem 1. April 2011 und 31. März 2012 25 746 Rehe bei Verkehrsunfällen getötet. Rölfing schätzt die Dunkelziffer deutlich höher ein, da nicht alle Wildunfälle statistisch erfasst werden. In Langenhagen gab es 57 Zusammenstöße zwischen Wildtieren und Autos. Nach Auskunft von Hegeringleiter Mike Scheer waren dabei allein 52-mal Rehe beteiligt.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Rückgang um knapp 2400 Verkehrsunfällen mit Rehen in Niedersachsen. Doch das sei kein Grund zur Entwarnung, vielmehr könne dies auch an den Präventionsbemühungen der Jäger liegen. So werden vielerorts sogenannte Wildwarnreflektoren - meist in Blau, Rot oder Weiß - an den Leitpfählen besonders gefährdetet Streckenabschnitte montiert, zählt Röhlfing nur eine von vielen Maßnahmen auf.

Was ist bei einem Wildunfall zu beachten?

In Deutschland kommt es pro Jahr zu etwa 250?000 Verkehrsunfällen mit Wildtieren – der Schaden beträgt dabei jeweils mehr als eine halbe Milliarde Euro. Doch was tun, wenn es gekracht hat? Als erstes die Unfallstelle sichern und die Polizei benachrichtigen. Diese nimmt den Unfall auf oder informiert den zuständigen Jäger. Wichtig: Auch wenn Wildtiere offenbar unverletzt flüchten, unbedingt die Polizei informieren – aus Tierschutzgründen. Mit ihren ausgebildeten Hunden finden Jäger verletzte Wildtiere. Auf gar keinen Fall aber das Tier anfassen und ins Auto verfrachten.

Der Schaden am Fahrzeug ist ein Unfallschaden, der bei Haarwild (Reh, Fuchs, Wildschwein oder Hase) im Regelfall in der Teilkasko versichert ist. Schäden durch Federwild sind zumeist nicht versichert. Wer aber einem Wildtier ausweicht, ist bei Schäden nur dann versichert, wenn er glaubhaft machen kann, so größeren Schaden verhindert zu haben. Wer einem kleinen Tier ausweicht, läuft bei einem Unfall Gefahr, auf dem Schaden sitzen zu bleiben.

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