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Umland Langenhagen Nachrichten Offene Pforte lockt mit Blumen und Honig
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00:18 24.08.2017
Von Antje Bismark
Fachsimpeln über Teiche und Wasserläufe im Garten (von links): Christine Güldenring, Cornelia Sgodzay, Olaf Leske und Rainer Sgodzay. Quelle: Bismark
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Langenhagen

Zu den Aktiven gehören Christa und Dieter Leske, die einmal mehr ihren Garten an der Friedrich-Ebert-Straße in Wiesenau öffneten. Sohn Olaf Leske und Schwiegertochter Christine Güldenring fachsimpelten dann auch gleich mit den ersten Besuchern, Cornelia und Rainer Sgodzay, über Gartenteiche und Wasserläufe. Lohnen sich Süßwasserkrebse? Warum wuchern Wasserlilien? Und welche Fische müssen in welcher Größe im Wasserlauf schwimmen, damit ein Reiher mal vorbeischaut.

Ohnehin drehte sich das Gespräch um das Miteinander von Flora und Fauna, denn Sgodzays wie Leskes und Güldenring gestalten ihren Garten so, dass sich möglichst viele Vögel darin wohlfühlen. „Eichelhäher, Rotkehlchen und Stare“, zählte Rainer Sgodzay seine tierischen Mitbewohner auf. Leskes indes konnten mit neuen Tieren im Garten aufwarten: Seit Beginn des Jahres stehen zwei Bienenkästen auf dem Grundstück, die Imker Jürgen Tospann aus Garbsen betreut. „Die Bienen haben uns überhaupt nicht gestört“, sagte Olaf Leske. In jeder Kiste gebe es 40 000 Mitarbeiter, ergänzte der Imker.

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Deren Wirken zeigt sich an zwei verschiedenen Stellen: „Unser Jonathan-Apfelbaum trägt so viele Früchte wie lange nicht mehr“, sagte Güldenring. Und: Zum ersten Mal gibt es Wiesenau-Honig. „Bienen fliegen im Umkreis von drei bis fünf Kilometern“, erklärte der Imker. Dabei nähmen sie alles mit, was sie bekommen könnten. Deshalb sei der Wiesenau-Honig kein reiner Sortenhonig, sondern stamme tatsächlich aus den Gärten und Balkonkästen des südlichen Stadtteils. Die Besucher der offenen Pforte nutzten am Sonntag die Gelegenheit, sich über die Imkerei zu informieren. Und so erzählte Tospann den Besuchern etwas über den richtigen Standort der Bienenkästen, über Notwendiges bei der Pflege der Bienenvölker und über den Erfahrungsaustausch mit anderen Imkern.

Dass Bienenvölker geimpft werden, war für Besucher wie Erika Görder, Gisela Feuerstack und Barbara Nick neu. Das Trio kam mit dem Rad aus Hannover, jede nahm eines der 120 Gläser mit. „Weitere verkaufen wir beim Herbstfest am 22. Oktober“, kündigte Güldenring an.

Die Reihe der Offenen Pforte endet am Sonnabend, 26. August, 11 bis 17 Uhr mit einem Besuch im Garten von Uwe Spiekermann, Hanseatenstraße 44. Dort vereinen sich Stahl, Glas und Holz mit dem Blätterwerk des Schattengartens, wie es in der Einladung heißt. Auch das Atelier und die Werkstatt öffnet der Steinmetz. Der angekündigte Termin bei Marlies und Dieter Trümper entfällt.

Fotostrecke Langenhagen: Offene Pforte lockt mit Blumen und Honig
Antje Bismark 24.08.2017
Antje Bismark 24.08.2017