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Langenhagen 97-Jährige um 3100 Euro betrogen
Umland Langenhagen 97-Jährige um 3100 Euro betrogen
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00:18 21.12.2017
Monika B. mit ihrem Verteidiger Max Marc Malpricht am Amtsgericht.
Monika B. mit ihrem Verteidiger Max Marc Malpricht am Amtsgericht. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

 Das Amtsgericht Hannover hat eine 51-Jährige wegen Diebstahls und siebenfachen Computerbetrugs zu einer Strafe von Jahr und drei Monaten auf Bewährung verurteilt. Monika B. hatte einer 97-Jährigen im Mai dieses Jahres insgesamt 3100 Euro gestohlen, um ihre Spielsucht zu finanzieren. Richter Lars Römermann nannte das Verhalten „absolut verwerflich“. B. arbeitete damals als Reinigungskraft im Seniorendomizil Haus Eichenhof in Langenhagen und habe der inzwischen verstorbenen Johanna N. gelegentlich geholfen.

Laut Anklageschrift wusste die 51-Jährige dadurch, dass die 97-Jährige ihre EC-Karte und den Zettel mit der dazugehörigen Pin-Nummer in ihrem verschlossenen Nachttisch aufbewahrte. B. stahl den Schlüssel und entwendete dann die Karte samt Sicherheitsnummer. Innerhalb von neun Tagen hob sie in Langenhagen sieben Mal Geld ab, insgesamt 3100 Euro. Vor Gericht räumte die 51-Jährige die Taten ein. Ihr Verteidiger Max Marc Malpricht berichtete allerdings von der Spielsucht seiner Mandantin und forderte daher lediglich sechs bis neun Monate auf Bewährung. „Sie hat das Geld gleich wieder verzockt und nicht für Luxus ausgegeben“, sagte Malpricht. Inzwischen sei die 51-Jährige in Behandlung und habe dem Neffen der Verstorbenen zugesichert, das Geld zurückzuzahlen.

Das Gericht wertete die Geldabhebungen als gewerblichen Computerbetrug, „weil sich dadurch eine Einnahmequelle verschafft wurde“, sagte Richter Römermann. Dadurch fiel die Strafe höher aus. Das Gericht urteilte zudem, dass auch die gestohlenen 3100 Euro eingezogen werden. Monika B. wurde nach Bekanntwerden der Taten von ihrem damaligen Arbeitgeber entlassen. „Durch die Tat wurde das Vertrauen des Opfers und des Arbeitgebers erheblich erschüttert“, so Römermann. „Die Geschädigte gehörte zu den Schwächsten der Gesellschaft.“

Von Peer Hellerling

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