Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Langenhagen Rafft Haushaltsdebatte Manager-Job dahin?
Umland Langenhagen Rafft Haushaltsdebatte Manager-Job dahin?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
00:21 25.10.2018
Quartiersmanagerin Claudia Koch präsentiert mit der aus der Zeichentrickserie „Miraculous“ bekannten Figur von Ladybug den kuriosesten Fund der Müllsammlung in Wiesenau: Quelle: Sven Warnecke
Anzeige
Langenhagen

Seit nunmehr vier Jahren lädt der Verein Win zum bunten Herbstfest rund um den Quartierstreff ein. In den vergangenen Jahren ist diese Sause immer unbeschwert gefeiert worden. Eigentlich auch dieses Mal. Mehrere Hundert Menschen tummelten sich entlang der Freiligrathstraße. Gleichwohl schwangen auch ernstere Töne mit. Etwa von Claudia Koch, Managerin des Quartierstreffs, die um ihre berufliche Zukunft in Langenhagen nicht weiß.

Kochs Stelle wird je hälftig von dem Unternehmen KSG und der Stadt finanziert. Doch angesichts der seit Monaten andauernden Debatte um den kommunalen Haushalt gibt es um den Fortbestand keine gesicherten Auskünfte. Die KSG will nach Angaben ihres Geschäftsführers Karl Heinz Range unbedingt an dem Projekt festhalten. Denn dieses sei sehr erfolgreich. Und Koch habe in Wiesenau etwas geschaffen, was in Langenhagen vermutlich einzigartig sein dürfte: einen echten Nachbarschaftstreff unter dem Motto „von Menschen für Menschen“. Aus diesem Grund sei die KSG im Gespräch mit der Stadtverwaltung. „Ich gehe fest davon aus, dass die Stadt erkannt hat, welchen Stellenwert Frau Kochs Arbeit hat“, betonte Range im Gespräch mit dieser Zeitung.

Stadt würdigt Arbeit des Quartiers mit höherem Zuschuss

Seit dem Jahr 2014 hat sich die Stadt nach Auskunft von Rathaussprecherin Juliane Stahl dazu verpflichtet, die Stelle der Quartiersmanagerin – befristet bis Mitte 2019 – mit 50 Prozent – also 25.000 Euro jährlich zu unterstützen. Angesichts gestiegener Kosten wurde der Zuschuss angehoben. Im Jahr 2017 betrug dieser dann gut 36.000 Euro. Ob es in Zukunft eine Förderung geben wird, steht aktuell noch nicht fest. „Vor einer eventuellen Verlängerung soll die Arbeit bewertet werden“, teilt Stahl auf Anfrage mit. Deshalb sei Koch zur nächsten Sitzung des Sozialausschusses eingeladen, um über ihre Arbeit zu berichten. „Ein Antrag der KSG auf Fortsetzung der finanziellen Unterstützung liegt bisher nicht vor“, heißt es aus dem Rathaus weiter. Gleichwohl stellt Stahl auch klar, dass bereits mit dem erhöhten Zuschuss Langenhagens die „erfolgreiche soziale Einrichtung gewürdigt“ werde.

Die Mischung machts: Neben Zeit für Gespräche gibt es auch reichlich Unterhaltung.

Die KSG macht unterdessen im Stadtteil mit der Sanierung und dem Neubau von Wohnungen unvermittelt weiter. „Wir werden die Investitionsbemühungen in Wiesenau fortsetzen“, kündigt Range an. Seinen Angaben zufolge sollen Mitte 2019 an der Freiligrathstraße 34 weitere Wohnungen auf einer nach Abriss freien Fläche entstehen. Elf davon werden öffentlich gefördert und damit bei Quadratmeterpreisen von 5,60 Euro für viele erschwinglich sein. Perspektivisch soll es dann an der Hackethalstraße weitergehen. Allerdings sind die von der KSG ins Auge gefassten Objekte aktuell noch an die Stadt Langenhagen vermietet.

Kleine Wohnungen: KSG reagiert auf Nachfrage

Ranges Angaben zufolge wird die KSG in der gesamten Region das Neubauprogramm für 1000 Wohnungen fortsetzen. „Wir bauen für Menschen in der Region Hannover“, betonte er. Angesichts der vielen fehlenden Wohnungen sei das dringend notwendig. Und man wolle sich der Nachfrage anpassen. Soll heißen: verstärkt Einzimmer-Wohnungen. „Der Trend geht ganz klar in Richtung Alleinstehende“, berichtet Range. So lebten in Hannover aktuell mehr als 50 Prozent der Menschen in Single-Haushalten. Darauf müsse reagiert werden, betonte der KSG-Geschäftsführer.

Doch neben den ernsten Gesprächen blieb auch Zeit für Versönliches. So bot die KSG den eigenen Honig an. Dafür hat ein Imker seinen Bienenstand im Garten der Familie Leske aufgebaut. „In diesem Jahr schmeckt der ,Honig aus Wiesenau“ lecker nach Lindenblüten“, berichtet Koch. Die Insekten hätten sich an den Bäumen vor der Emmauskirche gütlich getan. Für Range sei es nach eigenen Angaben wichtig, mit diesem Projekt etwas gegen das Bienensterben zu tun. „Wir sind froh, neben den Menschen auch den Bienen eine Heimat bieten zu können“, sagt er.

Bereits vor dem Herbstfest waren die Aktiven zur Straßenreinigung in Wiesenau unterwegs. Dabei hatten 15 Helfer beim großen Reinemachen Unrat aufgeklaubt. Ganze 20 großen Säcke kamen zusammen. „Wir haben festgestellt, dass es von Jahr zu Jahr weniger Müll wird“, bilanzierte Koch erfreut. Offenbar haben dazu auch die selbst initiierte Aktion mit Hundekot-Beuteln beigetragen. Die Quartiers-Managerin zollte auch der Langenhagener Stadtverwaltung ein dickes Lob. Denn noch am Sonnabend hatten Mitarbeiter des Betriebshofs den Müll abgeholt.

Von Sven Warnecke

Eine bislang unbekannte Fahrradfahrerin hat am Montag ein Kind verletzt. Anschließend flüchtete die Frau. Der Junge kam in ein Krankenhaus. Die Polizei fahndet nun nach der Verursacherin.

22.10.2018

Nach einem Dieseldiebstahl in Langenhagen haben Fahnder am Montagmorgen auf der Autobahn 2 in Höhe der Anschlussstelle Lehrte zwei Männer vorläufig festgenommen.

22.10.2018

Die Abteilung Kinder und Jugend der Stadt Langenhagen hat für die Jahre 2018 und 2019 ein neues Programm herausgebracht. Aus insgesamt 22 Angeboten können junge Teilnehmer auswählen.

25.10.2018