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Langenhagen „Satt und Schlau“ hofft auf Spenden
Umland Langenhagen „Satt und Schlau“ hofft auf Spenden
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12:39 20.07.2018
Pastor Falk Wook, Leiterin Yvonne Lippel, die ehrenamtliche Mitarbeiterin Ulrike Lackner und der Auszubildende Sven Heidenreich bereiten das Kinderferien-Programm vor. Quelle: Priesemann
Godshorn

Pastor Falk Wook redet nicht lange um den heißen Brei herum, als es um die Herausforderungen für den pädagogischen Mittagstisch „Satt und Schlau“ geht. „Wir brauchen Geld, wir sind von Sponsoren abhängig“, erklärt er. Mit ihrem Angebot fördert die Gemeinde Zum Guten Hirten benachteiligte Kinder von sechs bis zehn Jahren mit einer Betreuung nach dem Schulunterricht. „Wir essen zunächst Mittag, dann werden gemeinsam die Hausaufgaben gemacht und schließlich wird meist noch etwas gespielt oder gebastelt“, sagt Yvonne Lippel. Die Diakonin und Sozialpädagogin leitet das Projekt „Satt und Schlau“, das vor acht Jahren ins Leben gerufen wurden.

Inzwischen sei aus dem Projekt ein viel beachtetes Angebot geworden. Mit der Grundschule Godshorn pflege die Kirchengemeinde eine enge Kooperation, erzählt Lippel. „Die Schule berichtet uns immer wieder, dass die Schüler sich verbessern, wenn sie bei Satt und Schlau gewesen sind.“ Wook betont, dass Lippel und die etwa 13 Ehrenamtlichen die Kinder nicht nur betreuen, sondern gezielt fördern – genau das, was viele Angebote in Ganztagsschulen nicht zu leisten vermögen, wie die Pisa-Bildungsstudie kritisiert habe. „Wir können uns da auf die Schulter klopfen“, macht der Pastor deutlich.

Stadt unterstützt die Initiative

Doch das funktioniere nur mit Geld. 48.000 Euro benötigt die Gemeinde für das Angebot. 14.000 Euro bekommt sie für „Satt und Schlau“ von der Stadt Langenhagen, eine Stiftung schießt weitere 10.000 Euro zu. Von den 20 Mädchen und Jungen, die derzeit regelmäßig in die Jugendscheune an der Kirche kämen, nimmt die Gemeinde einen Beitrag von einem Euro pro Tag. Das sei eher symbolischer Natur, weil viele Familie nicht über ausreichend Geld verfügten. „Ganz beitragslos wollten wir es dann allerdings auch nicht machen“, erklärt Wook.

Bei den benachteiligten Kindern, die das Angebot nutzen können, handelt es sich nicht immer nur um Schüler aus ärmlichen Verhältnis. „Benachteiligung ist mehr als Armut“, sagt Wook. Ein Nachteil erwachse für viele Kinder auch daraus, wenn ihre Eltern getrennt lebten oder andere Schwierigkeiten vorlägen, sodass eine gute Förderung im Elternhaus nicht möglich sei. Zudem kämen auch Flüchtlingskinder zu „Satt und Schlau“.

Helfer werden zu Wahl-Omas und Opas

Derzeit zähle die Initiative 13 Ehrenamtliche, sagt Lippel. Sie kann sich durchaus mehr Unterstützung vorstellen, auch wenn sie zufrieden mit dem Engagement der Godshorner ist. „Wenn wir mehr wären, wären wir nicht so abhängig, wenn mal wer krank oder im Urlaub ist.“ Insbesondere Rentner seien aktiv – darunter auch vier Männer. Sie kämen regelmäßig in den Genuss von Fortbildungen, denn die Arbeit mit den benachteiligten Kindern verlange fachliches Verständnis und Geduld. „Viele werden bei uns aber auch zu Wahl-Omas oder Opas“, beschreibt Wook die positiven Nebeneffekte.

In den vergangenen zwei Wochen hatte die Gemeinde auch ein Kinderferienprogramm auf die Beine gestellt. Da wurde gebastelt, gespielt und Filme geschaut. Einen Tag ging es ins Phaeno nach Wolfsburg. „Wir konnten sogar zum Bowlen fahren“, freute sich Lippel.

Von Sascha Priesemann

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