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Lehrte Häusliche Gewalt darf kein Tabuthema bleiben
Umland Lehrte Häusliche Gewalt darf kein Tabuthema bleiben
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00:22 22.11.2018
Lehrtes stellvertretende Gleichstellungabeauftragte Fokeline Beerbaum-Vellinga (links) begrüßt die Gäste der Ausstellungseröffnung. Quelle: Achim Gückel
Lehrte

Bedrohungen, verbale Attacken, Nötigungen, Verhöhnungen, Einsperren im Haus: Die Form von häuslicher Gewalt sind vielfältig und längst nicht immer körperlicher Natur. Doch die Psyche Betroffener leidet mitunter schwer und lang an dieser Form von subtiler Gewaltanwendung. Um dieses Thema geht es in der Fotoausstellung „Subtile Formen häuslicher Gewalt“, die am Montagvormittag im Lehrter Rathaus offiziell eröffnet wurde. Dabei appellierten mehrere Redner, das Thema aus dem Dunkelfeld zu holen und Betroffene dazu zu ermutigen, ihr Leid auszusprechen.

„Häufig schweigen die Betroffenen“, sagte Bürgermeister Klaus Sidortschuk. Er hoffe aber, dass die von den beiden Lehrter Gleichstellungsbeauftrakten Freya Markowis und Fokeline Beerbaum-Vellinga in die Stadt geholte Schau dazu beitrage, möglichst viele Menschen in Lehrte aufzurütteln. Beerbaum-Vellinga forderte, das Thema häusliche Gewalt müsse endlich enttabuisiert werden. Die im Wesentlichen aus 18 beeindruckenden Fotografien bestehende Ausstellung könne dabei helfen und zum Nachdenken anregen. Franziska Burballa, Leiterin der Koordinierungsstelle gegen häusliche Gewalt in der Region Hannover, rief dazu auf, den Blick zu schärfen für unterschwellige Formen der Gewaltanwendung. Tenor der Schau sei die Aufforderung an Betroffene, sich helfen zu lassen, bevor es zu spät ist.

Eine der beeindruckenden Aufnahmen aus der Ausstellung. Quelle: Achim Gückel

Die künstlerischen und inszenierten Fotografien sind schon 2011 von Studierenden der Fachrichtung Medien und Design in Hannover erstellt worden. Sie zeigen berührende Szenarien, die Formen der häuslichen Gewalt und das Leiden der Opfer sowie Auswege aus der Situation deutlich machen sollen. Dabei sind die Bilder niemals drastisch, wohl aber dazu geeignet nachdenklich zu machen. Seit 2012 zieht die Ausstellung durch die Kommunen der Region Hannover.

Die Ausstellung im Rathaus ist noch bis zum 30. November während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros zu sehen, und zwar montags und donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr.

Von Achim Gückel

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