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Lehrte Helfer werden beim Gottesdienst geehrt
Umland Lehrte Helfer werden beim Gottesdienst geehrt
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11:41 14.01.2019
Christa Potratz (von links) und Anke Thies vom Kirchenvorstand ehren den Vorsitzenden des Fördervereins, Reinhard Rabe. Quelle: Michael Schütz
Immensen

Fördervereine sind in vielen Institutionen kaum noch wegzudenken. Das gilt für Feuerwehren oder Schulen ebenso wie für Kultureinrichtungen. Selbst die Kirche bedient sich inzwischen dieses Mittels. In Immensen ist der Förderverein der Antoniuskirche im Oktober 2008 gegründet worden. Ende des vergangenen Jahres stand also das zehnjährige Bestehen an. Am Sonntag gab es zu diesem Jubiläum einen gut besuchten Festgottesdienst in der Kirche mit dem Posaunenchor und dem Chor Proton.

Der Immenser Chor Proton begleitet den Festgottesdienst in der Antoniuskirche. Quelle: Michael Schütz

An der Spitze des Vereins steht ein bekennender Zweifler: „Eigentlich habe ich etwas gegen Fördervereine allgemein“, meinte Reinhard Rabe. Sie würden gegründet, um Institutionen Anschaffungen zu ermöglichen, die der normale Haushalt nicht hergebe. „Für mich bleibt immer der schale Geschmack oder die Gefahr, dass sich der Kostenträger immer mehr zurückzieht, je mehr ein Förderverein sich einbringt“, sagte der Vorsitzende in seiner Ansprache im Gottesdienst. Der Anlass der Gründung des Vereins, die Kürzung der Pastorenstelle um ein Viertel, sei ein gutes Beispiel. „Die Superindentur hatte damals vorgeschlagen, dass wir das Viertel übernehmen.“ Das allerdings sei so nicht gekommen. „Man muss sicher sein, dass man im Jahr bis zu 20 000 Euro einsammeln kann.“ Stattdessen habe sich der Verein etwa bei der Renovierung der Turmuhr oder der Orgel oder bei der Anschaffung der Sitzpolster der Kirchenbänke eingebracht. Außerdem finanziere er einen Teil der Arbeitsstunden der Pfarrbürosekretärin.

Im Jahr 2008 hatte der Verein bei seiner Gründung 31 Mitglieder. „In den vergangenen Jahren waren es dann immer so um 67“, sagte Rabe. Da ihm das zu wenig erschien, hat er sich vor vier Monaten selbst auf Werbetour durch den Ort begeben. „Jetzt sind wir elf mehr“, zeigte er sich zufrieden.

Das Engagement des Fördervereins sei keineswegs selbstverständlich, lobte auch Immensens Pastor Thorsten Leißer in seiner Predigt. „Sie haben es vor zehn Jahren einfach mal gewagt.“ Dass es klappen würde, habe in den Sternen gestanden. „Es war damals unklar, wohin die Reise geht.“ Eines sei ihm klar: „So manches Projekt hätte es ohne den Förderverein nicht gegeben.“

Der Kirchenvorstand zeigte seine Dankbarkeit ganz konkret, als Christa Potratz und Anke Thies sich bei Rabe mit einem Geschenk für sein Engagement bedankten. Der Geehrte nutzte die Gelegenheit, auf die beiden kommenden Veranstaltungen des Vereins hinzuweisen, bei denen der Märchen- und Geschichtenerzähler Michael O´Farrell (22. Februar) und der Journalist und Autor Heinrich Thies (9. März) in der Antoniuskirche zu Gast sein werden.

Von Michael Schütz

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