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Lehrte Megahub-Baustelle: Wetter sorgt für Verzögerungen
Umland Lehrte Megahub-Baustelle: Wetter sorgt für Verzögerungen
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21:17 14.02.2019
Die Gleise bis zum Megahubgelände liegen schon, aber mit dem Bau der Anlage gibt es erste größere Probleme. Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier
Lehrte

Auf der Megahub-Baustelle gibt es Probleme. Die eigentlich für den späten Winter geplante Errichtung der riesigen Portalkräne, mit denen künftig die Container transportiert und umgeladen werden sollen, verschiebt sich auf Ende April. Das hat jetzt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis schriftlich bestätigt.

Der Grund dafür sind Schwierigkeiten beim Einbau der sogenannten Kranbahnbalken. Das sind die Fahrbahnen, auf denen die Kräne sich bewegen werden. Am grundsätzlichen Zeitplan für die Inbetriebnahme des riesigen Containerterminals ändere sich aber nichts, sagt Meyer-Lovis. Ende 2019 soll der Probebetrieb der Anlage beginnen. Man stehe zwar zeitlich in große Anspannung, meint Meyer-Lovis. Man gehe aber davon aus, dass man die Verzögerungen kompensieren könne.

Zu kalt und zu nass

Schon im vergangenen Herbst hatte Projektleiter Andreas Witzel den Zeitplan für den Bau des Megahub als „sehr anspruchsvoll“ bezeichnet. Jetzt kamen die Probleme mit den Kranbahnbalken hinzu, die abschnittsweise aus Elementen aus Stahlbeton hergestellt werden. Laut Meyer-Lovis gibt es für deren Montage eine Reihe von Voraussetzungen. Wenn der Frischbeton eingebaut werde, müsse über mehrere Tage eine konstante Mindesttemperatur herrschen. Zeige das Thermometer unter 5 Grad, sei das bereits problematisch. Im Baufeld habe im Januar und Anfang Februar mitunter Frost geherrscht. Auch die Befestigungen für die Kranbahnschienen könnten bei diesen Temperaturen nicht montiert und vergossen werden.

Regen weicht das Baufeld auf

„Erschwerend kam hinzu, dass Bereiche des Baufelds durch starke Niederschläge durchnässt waren und damit nicht tragfähig für die Baustellenlogistik“, sagt Meyer-Lovis. Kurz gesagt: Matsch behinderte die Maschinen und Lastwagen.

Trotzdem wird immer deutlicher erkennbar, welch enormen Dimensionen der mit Baukosten von 170 Millionen Euro veranschlagte Megahub auf dem Gelände des alten Gleisfels zwischen Lehrte und Ahlten hat. Die sechs Schienenstränge, auf denen die Züge rollen sollen, sind 820 Meter lang, die bereits errichteten Lichtmasten am Rand der Anlage 35 Meter hoch.

Von Achim Gückel

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