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Lehrte Flüchtlinge tragen zweites Fußballturnier aus
Umland Lehrte

Lehrte: 2. Fußballturnier der AWO-Beratungsstelle für Flüchlinge

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11:07 23.12.2019
Nezir-Bajdo Begovic begrüßt die Teams und weist auf den Sportgeist hin.
Nezir-Bajdo Begovic begrüßt die Teams und weist auf den Sportgeist hin. Quelle: Michael Schütz
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Lehrte

Eritrea ist nicht unbedingt eine Großmacht, wenn es um den internationalen Fußball geht. In Lehrte allerdings war das ostafrikanische Land am Wochenende durchaus eine fußballerische Kraft, mit der es zu rechnen galt. Zum zweiten Mal hatte die Beratungsstelle für Flüchtlinge in Lehrte ein Fußballturnier für rund 60 Spieler in der Sporthalle an der Schlesischen Straße organisiert, und zum ersten Mal nahm dort eine Mannschaft aus eritreischen Flüchtlingen teil.

Flüchtlinge spielen im Verein

Die guten Leistungen, die das Team zeigte, kamen nicht von Ungefähr: „Wir spielen viel Fußball“, sagten Filmon Haile, Kibrab Hadish und Awet Gebrihiwet, die alle in Hannover wohnen. Hadish spielt bei der TSV Burgdorf und Haile kickt in der Kreisklasse beim Flüchtlingsverein FC Hannover Stars. „Wir wollen hier Spaß haben und andere Leute kennen lernen“, erklärte Haile den Grund für die Teilnahme in Lehrte. „Aber wir wollen den Pokal natürlich auch gewinnen“, ergänzte Hadish.

Am Anfang stand allerdings die Begrüßung durch Nezir-Bajdo Begovic, stellvertretender Leiter des AWO-Fachbereichs Qualifizierung-Bildung-Teilhabe. Der Hinweis auf die Fairness war ihm dabei wichtig. Obwohl es im vergangenen Jahr keinerlei Probleme gegeben habe, betonte Begovic.

Beteiligte Mannschaften stellen Schiedsrichter

Auch in diesem Jahr stand beim Fußballturnier der Migranten der Sportgeist ganz oben, weil es keine externen Schiedsrichter gab. „Wir haben jede Mannschaft gebeten, einen Schiedsrichter zu stellen“, meinte Begovic: „Das stärkt den Gedanken der Fairness noch einmal.“

Das Turnier in Lehrte soll zur Integration der Flüchtlinge beitragen. Und die laufe in der Stadt gut. „Wir sind zufrieden“, sagt Begovic. Inzwischen gehe es auch nicht mehr ums Ankommen, sondern um Themen wie Arbeit und Wohnen. Dabei lobte der AWO-Mitarbeiter die Zusammenarbeit mit der Stadt Lehrte. Lediglich die zu geringe Zahl an Kita-Plätzen sei ein Problem.

Beim Turnier am Sonnabend hatten alle Beteiligten Spaß, die Eritreer schafften es allerdings nicht ganz bis nach oben auf das Treppchen. Im Finale wurden sie mit 2:1 von Syrien besiegt. Auf den dritten Platz kam das Irak-Team.

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