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Lehrte 200 Besucher kommen zu Peter Orloff und den Schwarzmeer-Kosaken
Umland Lehrte

Lehrte: 200 Besucher kommen zu Peter Orloff und den Schwarzmeer-Kosaken

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16:00 01.11.2019
Der Meister der großen Gesten war Peter Orloff, der sich und den Schwarzmeer Kosaken-Chor auf der Bühne im Kurt-Hirschfeld Forum präsentierte. Quelle: Susanne Hanke
Lehrte

Mit kraftvollen Stimmen und mal auch melancholischen Tönen haben die Sänger des Schwarzmeer-Kosaken-Chores bei ihrem Auftritt im Kurt-Hirschfeld Forum in Lehrte das Publikum begeistert. Rund 200 Zuschauer verfolgten dieses Konzertereignis, das von dem charismatischen Peter Orloff geleitet wurde.

Orloff nahm sich zu Anfang jedoch sehr zurück und stellte die Mitglieder des Chores in den Vordergrund. Mit großen Gesten präsentierte der ehemalige Schlagersänger die Stimmwunder seines Ensembles, die sich zwischen dunklen Bässen und glasklarem Sopran bewegen. Seit 20 Jahren leitet Orloff dass Kosaken-Ensemble, dessen musikalischer Chef bis 1967 Orloffs Vater Nikolai war.

Solisten brillieren mit ihren einzigartigen Stimmen

Bereits mit 14 Jahren stand Orloff mit dem Kosaken-Chor auf der Bühne. Er war damals jüngster Solist des Ensembles. Heute, mit 74 Jahren, hat sich der fast zierlich wirkende Mann die Besonderheit seiner Stimme bewahrt. Die setzte er bei diesem Konzert in Lehrte aber nur selten ein und ließ den Solisten Fjodor Kunitsky, Igor Ishchak oder Stefan Arininsky den Vortritt. Wunderbare Arien von Puccini wie „Nessun dorma“ aus der Oper „Turandot“ und der Gefangenenchor aus der Oper „Nabucco“ waren die Publikumslieblinge.

Mit großen Gesten und großartigen Stimmen präsentierte Peter Orloff sich und den Schwarzmeer Kosaken-Chor auf der Bühne im Kurt-Hirschfeld Forum. Quelle: Susanne Hanke

Auch der besonders hohe Sopran Ishchaks, des momentan jüngsten Mitgliedes des Ensembles, begeisterte das Publikum. Er verlieh etwa dem Stück „Eintönig klingt das Glöckchen“ mit seiner Stimme eine überaus sensible Tonalität. Viel Beifall gab es immer wieder für die Instrumentalisten des Ensembles, die viel Freiraum für Improvisation erhielten.

Kosaken sorgen immer wieder für humorvolle Zwischentöne

Slava Kripakov schwang die Bassbalalaika wie bei einem Rockkonzert ergänzt von Ilya Kurtevs lebendigem Akkordeonspiel und der Domravirtuosin Irina Kripakova – der einzigen Frau in dieser Männerdomäne. Für humorvolle Zwischentöne waren die Schwarzmeer-Kosaken auch zu haben und wurden bei Volksweisen immer wieder mal zu schlitzohrigen Geschichtenerzählern.

Zum Abschluss zelebrierte Orloff mit den Kosaken dann noch einmal sehr gestenreich das „Wolgalied“, und bei dem traditionellen Stück „Kalinka“ klatschte das Publikum im Saal mit dem Chor um die Wette.

Von Susanne Hanke

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