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Lehrte Fitness und Gesundheit: Albert-Schweitzer-Schule nimmt an MHH-Studie teil
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Lehrte: Albert-Schweitzer-Schule nimmt an MHH-Studie teil

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16:00 30.11.2021
Die Albert-Schweitzer-Schule in Lehrte macht bei der Pilotstudie „Rebirth active school 2.0“ mit. Ein Expertenteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) begleitet Schulkinder und Lehrkräfte über mehrere Jahre.
Die Albert-Schweitzer-Schule in Lehrte macht bei der Pilotstudie „Rebirth active school 2.0“ mit. Ein Expertenteam der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) begleitet Schulkinder und Lehrkräfte über mehrere Jahre. Quelle: Leona Passgang
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Lehrte

Wie kann die Gesundheit von Kindern nachhaltig gefördert werden? Diese Frage stellen sich Expertinnen und Experten der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und haben die Pilotstudie „Rebirth active school 2.0“ auf die Beine gestellt, an der auch die zweite Jahrgangsstufe der Lehrter Albert-Schweitzer-Schule teilnimmt. Über den Schulalltag verteilt machen die Kinder drei bis fünf Minuten lange Bewegungseinheiten. Die Studie möchte auf diese Weise herausfinden, ob Bewegung auch die Konzentration und Leistungsfähigkeit der Kinder verbessert.

„Die Aktivitäten führen zu einem besseren Klassenklima“, sagt Uwe Tegtbur, Direktor des Instituts für Sportmedizin der MMH. Zusammen mit Anette Melk, Oberärztin der MHH-Kinderklinik, leitet er die Studie. Schon im ersten Jahr der Studie sei neben Verbesserungen der körperlichen Fitness auch deutlich geworden, dass die Schülerinnen und Schüler entspannter sind, was auch positive Auswirkungen auf die Belastung der Lehrkräfte habe.

Expertenteams untersuchen Gesundheit und Fitness

Bevor das Bewegungsprogramm an den Schulen startet, untersucht das Expertenteam die Gesundheit und Fitness der Kinder. Diese Tests werden anschließend nach zwölf und 24 Monaten wiederholt. Insgesamt sollen die teilnehmenden Kinder auf mindestens eine Stunde Bewegung pro Schultag kommen. Vor Beginn der Studie wurden die 40 teilnehmenden Grundschulen in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe startete bereits im vergangenen Jahr mit den Bewegungseinheiten. Die zweite Gruppe, der auch die Lehrter Albert-Schweitzer-Schule angehört, beginnt jetzt damit, das Bewegungsprogramm in den Schulalltag zu integrieren.

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„Bewegung im Unterricht ist wichtig, um die Konzentration und Ausdauer der Kinder im Unterricht zu fördern“, meint Christiane Nustede, Rektorin der Albert-Schweitzer-Grundschule. Die Corona-Pandemie habe den Bewegungsmangel bei vielen Kindern verstärkt, da Sportangebote ausfallen mussten und auch Spielplätze zeitweise abgesperrt waren.

Nur 30 Prozent bewegen sich ausreichend

Mit der Studie möchten die Expertinnen und Experten Angebote zur Gesundheitsförderung von Kindern und Lehrkräften in Niedersachsen ausweiten. Nur 30 Prozent der Kinder und Erwachsenen seien ausreichend körperlich aktiv, die Folge könnten schwere Krankheiten sein, sagt Axel Haverich. Der Direktor der Klinik für Herz-, Torax-, Transplantations- und Gefäßchirurgie an der MHH hat die Studie initiiert. Er hofft, mit der Studie zur Gesundheitsbildung von Kindern beizutragen: „Wenn Kinder das Gelernte lebenslang umsetzen, könnten schwere, chronische Erkrankungen in Zukunft seltener auftreten“, meint Haverich.

Bisher nehmen rund 4000 Schulkinder aus der Region Hannover sowie aus Wolfsburg, Helmstedt und Gifhorn an der Studie teil. Sie soll noch drei Jahre laufen.

Von Leona Passgang