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Lehrte Schützenfest in Arpke: Beim Königsessen wird es laut
Umland Lehrte

Lehrte: Arpker Schützenfest bestätigt legendären Status

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07:59 12.08.2019
Beim Königsessen feiern die Schützen und ihre Gäste ausgelassen auf den Bänken. Quelle: Michael Schütz
Arpke

In vielen Ortschaften wird beim Schützenfest von „den drei tollen Tagen“ gesprochen. Selten trifft diese Bezeichnung so genau auf ein Schützenfest zu wie auf das in Arpke. Die dreitägige Sause hat legendären Status weit über die Stadtgrenzen Lehrtes hinaus. Das lässt sich regelmäßig am Besuch des Königsessens ablesen, bei dem eigentlich fast immer der gesamte Vorstand des Kreisschützenverbandes Burgdorf vertreten ist. Dazu kommen noch zahlreiche politische Vertreter.

Es geht feierlich zu

Der Beginn des Schützenfestes unterscheidet sich auf dem Papier nicht von anderen Veranstaltungen seiner Art: Am Freitagabend wurde auch dieses Mal am Ehrenmal am Dorfteich ein Kranz niedergelegt. Allerdings geht es bei den Arpkern deutlich feierlicher zu als anderswo. Erst bei Anbruch der Dunkelheit gedachte Vereinschef Edmund Potratz der Opfer von Gewalt und Krieg ebenso wie der Soldaten, die in den Einsätzen der Bundeswehr ihr Leben gelassen haben. Umrahmt wurde die Kranzniederlegung von Fackeln und einem von den Original Calenbergern geblasenen Zapfenstreich, der mit der Nationalhymne endete.

Schützenchef Edmund Potratz gedenkt am Ehrenmal am Dorfteich der Opfer von Krieg und Gewalt. Quelle: Michael Schütz

Am Sonnabend zeigten sich die Schützen beim Großen Festumzug durchs Dorf, bevor es abends zum Festball kam.

Der Sonntag ist beim Schützenfest Arpke ein besonderer Tag, denn dann steht das Königsessen auf dem Programm. Das ist schon allein durch seine Lautstärke legendär. Dafür sorgen die Gäste und Schützen selbst, indem sie Applaus nicht durch Klatschen erzeugen, sondern durch die Suppenlöffel, die auf den Tisch geschlagen werden. „Jetzt regnet es wieder“, kommentierte lakonisch Andreas Weber, der mit seinem Kollegen Hajo Güldenpfenning als Shadow Light Duo schon zum musikalischen Inventar gehört. Trotzdem wurde der Uetzer gelegentlich auch streng: „Wenn schon mit den Löffeln klopfen, dann bitte im Takt.“

Die Jungschützen Nina (von links), Maximilian und Sanja benutzen ihre Löffel nicht nur für die Suppe. Quelle: Michael Schütz

Disziplinieren lassen sich die Feiernden im Festzelt aber nicht unbedingt, denn das Tanzen auf den Bänken gehört seit Langem zum Ritual. Und es dauerte auch dieses Mal nicht lange, bis die erste Polonaise durch die Reihen zog.

Die erste Polonaise lässt nicht lange auf sich warten. Quelle: Michael Schütz

Erstmalige Besucher beim Schützenfest wie Jan Hanke zeigen sich regelmäßig überrascht über die Ausgelassenheit der Arpker. „Sowas haben wir bei uns nicht“, erklärte der Schützenkönig aus Neustadt am Rübenberge. Er war auf Einladung des Arpker Königs Maurice Grewe mit seinen beiden Adjutanten Jens Hundertmark und Niki Ziegler nach Arpke gekommen. Die Stimmung hatte das Trio aber schnell erfasst, zog es doch in Frack und Zylinder als Drei-Mann-Polonaise auf ihre Plätze. Die festliche Kleidung war schnell erklärt: „Bei uns in Neustadt tragen die Schützenkönige nicht Uniform sondern Frack und Zylinder.“

„Man muss einfach dabei sein“

Dass nicht nur die Arpker selbst viel von ihrem Fest halten, zeigte auch das Grußwort von Lehrtes stellvertretendem Bürgermeister Burkhard Hoppe. „Einen Tag von den dreien muss man einfach dabei sein“, befand er. Und nach außen verteidige er auch die Ehre der Arpker: „Als mal ein Ortsbürgermeister gesagt hatte, dass sein Schützenfest das beste sei, habe ich ihm widersprochen.“ Das Arpker Fest sei das beste. Das Selbstbewusstsein der Arpker kommt also offenbar nicht von ungefähr.

Von Michael Schütz

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