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Lehrte Azubis stellen in der Realschule ihre Berufe vor
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Lehrte: Auisbildungsbotschafter stellen in der Realschule ihren Beruf vor

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11:32 30.01.2020
Chemielaborant-Azubi Justin Wischnat beantwortet die Fragen der Neuntklässler. Quelle: Katja Eggers
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Lehrte

Warum wolltest du Chemielaborant werden? Was machst du in der Ausbildung am liebsten? Wie sind deine Arbeitszeiten? Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? Die Neuntklässler der Realschule Lehrte haben den Chemielaborant-Auszubildenden Justin Wischnat am Mittwoch mit Fragen regelrecht gelöchert.

Der 18-Jährige ist dort als einer von vier Ausbildungsbotschaftern der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover zu Gast gewesen und hat seine Ausbildung, seinen Arbeitsalltag und das Unternehmen Abbott Laboratories vorgestellt, in dem er derzeit im zweiten Lehrjahr ist.

Azubi hat früher selbst die Realschule besucht

Wischnat erzählte den Neuntklässlern, dass er über ein Praktikum auf die Ausbildung aufmerksam geworden ist, im Labor am liebsten Stoffe analysiert und es bei Abbott Laboratories die Möglichkeit gibt, nach der Ausbildung als Werkstudent weiterzumachen oder die Techniker- oder Meisterschule zu besuchen. Am schwierigsten sei für ihn die Umstellung von Schule auf Ausbildung gewesen. „Das ist anstrengend. Während ich als Schüler früher gegen 14 Uhr zu Hause war, komme ich jetzt erst gegen 15 Uhr nach Hause und fange schon ab 5 Uhr an“, berichtete er.

Wischnat ist bis vor zwei Jahren noch selbst auf die Realschule in Lehrte gegangen. Dass er dort nun als Ausbildungsbotschafter gesprochen hat, kam bei seinen jungen Zuhörern gut an. „Das war spannend und klang nicht so gestellt, ich habe mich als Zuhörer wohlgefühlt“, sagte der 15-jährige Ceng Yasit.

Projekt dient der Vorbereitung auf spätere Ausbildung

Genau das ist es auch, was das IHK-Projekt so besonders macht: Die Ausbildungsbotschafter sind selbst erst gerade aus der Schule heraus und nicht viel älter als ihre jugendlichen Zuhörer. „Die Gespräche finden auf Augenhöhe statt“, betonte auch Lehrerin Freya Kirsche.

Das Projekt dient den Neuntklässlern zur Berufsorientierung und Vorbereitung auf spätere Ausbildungen. Die Realschule kooperiert dafür seit 2018 mit der IHK, die die Ausbildungsbotschafter in die Schule entsendet. Neben Wischnat waren diesmal noch Azubis zum Mechatroniker, Automobilkaufmann und Elektroniker für Automatisierungstechnik zu Gast.

Die fünf häufigsten Fehler im Vorstellungsgespräch

Bei einem Vorstellungsgespräch geht es darum, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Laut Arnela Smailhodzic von der Berufsbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover machen angehende Auszubildende dabei noch viel falsch. Dies sind die schlimmsten Fehler:

1. Unpünktlichkeit: Unternehmen hören nicht gern Entschuldigungen wie „Der Bus hatte Verspätung“. Tipp: Vor dem Vorstellungsgespräch unbedingt den Weg recherchieren, wie man dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln hinkommt und wann diese fahren.

2. Unpassende Begrüßung: Ein zu weicher, lascher Händedruck vermittelt Unsicherheit und wenig Selbstbewusstsein. Tipp: Mit angenehmer Kraft zudrücken, ohne dem Gegenüber die Hand zu brechen.

3. Unvorteilhaftes Erscheinungsbild: Bei der Wahl des Outfits will der Dresscode des potenziellen Arbeitgebers berücksichtigt sein. Wer sich für eine Ausbildung in der Bank bewirbt, sollte sich beispielsweise nicht zu lässig kleiden. Tipp: Jogginghose und Käppis sind tabu.

4. Handgesten: Bewerber, die nicht wissen, wo sie während des Vorstellungsgesprächs mit ihren Händen hinsollen, fassen sich gern mal ins Gesicht, spielen mit den Haaren oder nesteln nervös an ihrer Kleidung herum. Tipp: Etwas in der Hand haben, zum Beispiel Unterlagen wie den Lebenslauf.

5. Mangelnde Vorbereitung: Wer die typische Frage „Warum bewerben Sie sich gerade bei uns?“ nicht beantworten kann, wirkt unvorbereitet und planlos. Tipp: Im Vorfeld die Homepage des Unternehmens studieren.

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Von Katja Eggers

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