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Lehrte Im Baugebiet Im See können nun die Häuser kommen
Umland Lehrte

Lehrte: Baugebiet Im See in Arpke offiziell freigegeben

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20:13 23.05.2019
Das Baugebiet ist freigegeben: Bürgermeister Klaus Sidortschuk (vorn links) und Ortsbürgermeister Klaus Schulz (vorn rechts) schneiden gemeinsam mit Linda und Friederieke (beide 7) das Flatterband durch. Quelle: Achim Gückel
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Arpke

Zwei kurze Reden, zwei schnelle Schnitte mit den Scheren – und dazu strahlender Sonnenschein: Am Donnerstagnachmittag haben Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk und Arpkes Ortsbürgermeister Klaus Schulz mit der Hilfe von Linda (7) und Friederike (7) das neue Baugebiet Im See am nördlichen Rand der Ortschaft offiziell zur Bebauung freigegeben. Schon am Abend zuvor hatte der Rat der Stadt einstimmig den Weg freigemacht für den Bau einer neuen Kita in dem Baugebiet. Sie bekommt zwei Kindergarten- und zwei Krippengruppen und soll im Herbst 2020 in Betrieb gehen.

Baugebiet ist ein „Starterprojekt“

Sidortschuk betonte in seiner kurzen Rede vor dem Durchtrennen des Flatterbands, dass Lehrte schon früh auf die seit Jahren steigende Nachfrage nach Baugrundstücken reagiert habe. 2015 habe der Rat das Wohnraumversorgungskonzept, später das Stadtentwicklungskonzept verabschiedet. Und darin habe man die Entwicklung neuer Baugebiete als „Starterprojekte“ von höchster Priorität benannt.

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Das Baugebiet Im See ist das erste von dreien, welches die Stadt nun in kurzen Abständen freigeben will. Im Juni soll das an der Hannoverschen Straße am Rand von Ahlten der Fall sein. Später im Jahr folge dann jenes auf der früheren Feierabend-Kleingartenfläche an der Manskestraße in der Kernstadt.

200 Bewerbungen für 40 Grundstücke

Der Bürgermeister erinnerte auch daran, wie riesig die Nachfrage nach Bauland in Lehrte sei. Für die 40 Grundstücke, die in Arpke zu vergeben waren, habe man „200 ernsthafte Bewerbungen“ erhalten. All jene, die dort nun ihren Traum vom Eigenheim verwirklichen können, haben bei einem Auswahl- und Losverfahren Glück gehabt. Sechs Gewinner dieser Lotterie hätten aber mittlerweile ihr Anrecht auf ein Grundstück zurückgegeben. Für diese Grundstücke gebe es nun eine neue Vergaberunde.

Ortsbürgermeister Klaus Schulz nannte das Baugebiet Im See in seiner kurzen Rede vor vielen der neuen Grundstücksbesitzer rundheraus „eine tolle Sache“. Zwar sei die Bahntrasse nicht weit entfernt, aber dank eines Lärmschutzwalls seien die Geräusche der Züge nicht laut zu hören. Zwischen der Bahn und dem Lärmschutzwall befindet sich zudem ein breiter Grünstreifen.

Das erste Haus entsteht schon

Die ersten Bauarbeiten sind auf der weitläufigen Fläche am Arpker Ortsrand schon zu erkennen. In den vergangenen Tagen sind dort die Außenwände für das erste Haus hochgezogen worden. Wenn alle Neubauten bezogen sind, wird Arpke aller Voraussicht nach die Marke von 3000 Einwohnern überspringen. Zurzeit leben rund 2900 Menschen in der Ortschaft.

Die Außenwände für das erste Haus im Baugebiet stehen schon. Quelle: Achim Gückel

Dass nun auch gleich die neue Kita entsteht und sogar eine Gruppe mehr bekommt als ursprünglich geplant, erfreut insbesondere die Arpker Lokalpolitiker. Klaus Schulz (SPD), Bärbel Ahlers (CDU) und Carsten Milde (Grüne) äußerten sich am Mittwochabend im Rat der Stadt lobend. Schulz sprach von einer „hellen und freundlichen Vorzeige-Kita“, Milde von einer „zügigen Planung“ und Ahlers von einem „wohldurchdachten Konzept“. Einziger Wermutstropfen sei, dass man nun auf dem leer gefegten Personalmarkt Erzieher suchen müsse.

Die neue Kita wird nach aktueller Kalkulation 3,7 Millionen Euro kosten.

Von Achim Gückel

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