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Lehrte Ahltens Pannen-Bolzkäfig ist zum zweiten Mal gesperrt
Umland Lehrte

Lehrte: Bolzkäfig in Ahlten ist erneut gesperrt

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06:58 19.07.2019
Nagelneu, ziemlich teuer und nicht nutzbar: Der Bolzkäfig am Rand von Ahlten ist schon wieder wegen baulicher Mängel gesperrt. Quelle: Achim Gückel
Ahlten

Der Bolzkäfig hinter dem Feuerwehrgelände am Wiesengrund macht erneut Sorgen. Die 195.000 Euro teure und erst am 22. Mai in Betrieb genommene Anlage ist nun schon zum zweiten Mal gesperrt. Der Grund dafür sind nach Angaben der Stadtverwaltung neu aufgetretene Mängel am Untergrund. Erneut tritt dort Bitumen aus dem Asphalt aus. Wann der Mangel behoben sein wird, ist unklar. Auch die Frage nach der Verantwortung für die erneute Panne muss noch geklärt werden.

Um den Bolzkäfig hatte es im Vorfeld lange Diskussionen gegeben. Insbesondere der Ortsrat hatte nach der Aufgabe des Bolzplatzes am Wiesengrund aus Sicherheitsgründen im Jahr 2016 massiv darauf gedrängt, dass Ahltens Kinder und Jugendliche eine neue Anlage zum Bolzen bekommen. Sogar der Nachwuchs durfte seine Ideen äußern und plädierte für einen zusätzlichen Basketballkorb und eine Tischtennisplatte. Beiden Wünschen kam die Stadt nach.

Erste Sperrung schon nach zwei Wochen

Doch Planung und Bau des Bolzkäfigs verzögerten sich mehrfach . Als am 22. Mai endlich feierlich Eröffnung gefeiert wurde, war die Freude groß – doch schon zwei Wochen später folgte die erste Ernüchterung, weil Bitumen aus dem Bodenbelag austrat. Dieser sei zwar gesundheitlich unbedenklich, ruiniere aber die Kleidung. Es folgte die erste Sperrung samt handwerklicher Nachbesserung.

Die Asphaltdeckschicht sei von der Baufirma kurzfristig erneuert worden, heißt es jetzt aus dem Rathaus. „Leider hielt der einwandfreie Zustand nicht lange, und es kam zu weiteren Schäden“, steht in einer schriftlichen Mitteilung. Wegen des warmen Wetters trete erneut Bitumen aus, eine Sperrung sei daher unvermeidlich. Betroffen seien genau jene Stellen, die bereits repariert wurden, bestätigt Sprecherin Nele Domin.

Welche Firma hat geschlampt?

Wie lange Ahltens Kinder und Jugendliche auf ihre neue Spiel- und Sportanlage verzichten müssen, kann derzeit offenbar niemand einschätzen. Jetzt müsse man zunächst erörtern, welche Ausbesserungen erforderlich sind und welche Firma geschlampt hat – jene, die den Bodenbelag geliefert hat, oder jene, die ihn aufgebracht hat. „Erklärtes Ziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen den Bolzkäfig schnellstmöglich wieder in Beschlag nehmen können“, heißt es in der Mitteilung.

Der Bolzkäfig hatte unter anderem deswegen die stattliche Summe von 195.000 Euro gekostet, weil er auf schwierigem Mergelboden errichtet werden musste. Dafür waren spezielle Unterbauten nötig. Die Planung musste außerdem verändert werden, weil auf der ursprünglich für den Bau geplanten Fläche zu wenig Boden über einem Kanal lag. Das hatte die Planung ebenfalls verzögert.

Von Achim Gückel

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