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Lehrte Darum braucht die Feuerwehr Röddensen ein neues Haus
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Lehrte: Darum braucht die Feuerwehr Röddensen ein neues Haus

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16:12 13.01.2020
Die Ortsfeuerwehr Röddensen ist in einem Fachwerkhaus an der Celler Straße 7 untergebracht, das Gebäude entspricht allerdings nicht mehr den aktuellen Anforderungen. Quelle: Katja Eggers
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Röddensen

Das Feuerwehrgerätehaus in Röddensen ist in die Jahre gekommen. Das Gebäude ist zu klein und nicht mehr zeitgemäß. Es erfüllt die aktuellen Standards nicht mehr. In den nächsten Jahren muss die Ortsfeuerwehr daher dort ausziehen. Die Stadt schaut sich derzeit bereits nach alternativen Räumlichkeiten um.

„Es besteht Handlungsbedarf“, betont Stadtsprecher Fabian Nolting. Das Problem sei zwar noch nicht sehr dringend, aber langfristig müsse für die Helfer ein neues Domizil gefunden werden. Konkreter will Nolting allerdings noch nicht werden. Die Mängel waren 2018 bei einer Begehung durch die Feuerwehrunfallkasse zutage getreten. Im vergangenen Jahr legte der gesetzliche Unfallversicherungsträger für Niedersachsens Feuerwehren seinen Bericht vor.

Helfer benötigen mehr Bewegungsraum

Das Feuerwehrgerätehaus an der Celler Straße ist demnach zu eng für die heutigen und stetig steigenden Anforderungen. Die Stellplatzgröße reicht laut Nolting nicht mehr aus. „Es reicht nicht mehr, dass Fahrzeuge in die Halle gefahren werden können – es wird auch ausreichend Bewegungsraum für die Helfer benötigt“, erklärt Stadtsprecher Nolting.

Das bestätigt auch Röddensens Ortsbrandmeister Carsten Thiemann. „Wir brauchen definitiv mehr Platz – in den Achtzigerjahren war das alles noch okay, aber mittlerweile gibt es immer mehr Vorschriften zu Größen und Sicherheitsabstände, die wir einhalten müssen“, sagt er.

Feuerwehr sanierte seinerzeit viel in Eigenregie

Die Feuerwehr Röddensen, die im Stadtgebiet Lehrte auch für die Tierrettung zuständig ist, nutzt an der Celler Straße eine Fahrzeughalle und einen Aufenthaltsraum. Es gibt Toiletten und eine Teeküche. Getrennte Umkleiden für Frauen und Männer sind nicht vorhanden – sie ziehen sich aber in unterschiedlichen Bereichen um. Die Halle haben die Helfer mittlerweile leergeräumt. Spinde sind dort nicht mehr zulässig.

Das Gerätehaus nutzt die Ortsfeuerwehr seit nunmehr 30 Jahren. Gebäude als auch Grundstück gehören der Röddenserin Barbara Götting. Ihr Vater hatte die stark sanierungsbedürftige Scheune 1988 der Stadt angeboten. Der Mietvertrag ist zeitlich befristet, läuft laut Nolting aber noch über mehrere Jahre. Aus dem kleinen Gerätehaus wurde nach einer umfangreichen Sanierung eine größere Fahrzeughalle samt Aufenthaltsraum. Die Feuerwehr sanierte seinerzeit viel in Eigenregie. Die Finanzierung übernahm Göttings Vater.

Nachnutzung ist gesichert

Über die Nachnutzung hat sich Barbara Götting bereits Gedanken gemacht. Die Röddenserin möchte in den Räumen ein Büro für ein Projekt zur Nachbarschaftshilfe einrichten. Nolting versichert, dass die Feuerwehr dort aber noch so lange bleiben wird, bis die Stadt alternative Räume gefunden hat.

Das Problem der zu kleinen Feuerwehrhäuser haben auch andere Ortswehren, darunter Rethmar, Haimar und Höver. Auch die vor kurzem eröffnete neue Feuerwache in Lehrte war gebaut worden, um modernen Ansprüchen entsprechen zu können.

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Von Katja Eggers

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