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Lehrte Deutlich mehr Anmeldungen für Oberschule
Umland Lehrte

Lehrte: Deutlich mehr Anmeldungen für Oberschule

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16:36 25.06.2019
Noch sind IGS und Oberschule gemeinsam im Schulzentrum Hämelerwald untergebracht. Die Oberschule wird in den nächsten Jahren aber die IGS ersetzen, die an den Schulstandort Lehrte-Süd verlagert wird. Quelle: Oliver Kühn (Archiv)
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Lehrte

Die Stadt hat jetzt im Schulausschuss die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen vorgelegt. Die 182 Anmeldungen für die fünften Klassen des Gymnasiums in Lehrte sind dabei keine Überraschung – dafür aber die 53 Anmeldungen für die Oberschule in Hämelerwald, die im Vorjahr mit nur 37 Schülern gestartet ist und damit jetzt auf der Schwelle zur Dreizügigkeit steht. „Diese Entwicklung ist sehr positiv“, resümiert Eckhard Otto, Leiter des Fachdienstes Schule, Sport und Kultur. Die Oberschule, die quasi Haupt- und Realschule vereint, wird in den nächsten Jahren die IGS Lehrte am Riedweg ersetzen, die an den Schulstandort Lehrte-Süd verlagert wird.

Anmeldungen laufen schleppend

Insgesamt liefen die Anmeldungen in diesem Jahr schleppend bis stockend, sagte Otto. Deshalb seien die Zahlen noch vorläufig, es fehlten immer noch Eltern, die sich nicht entschieden haben. An der Realschule Lehrte sind bislang 69 Fünftklässer angemeldet, davon vier mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Nach den 73 Anmeldungen im Vorjahr bleibt die Schule dreizügig. An der IGS Lehrte sind 83 gemeldet, davon zehn mit Förderbedarf, was eine Vierzügigkeit bedeutet. Das Gymnasium hat bei 182 Anmeldungen nur eine mit Förderbedarf und steht auf der Schwelle, sieben Züge für die fünften Klassen zu bilden. „Die Wahrscheinlichkeit ist groß“, schätzt Otto. „Es fehlen nur noch vier Schüler, und Wiederholer sind noch nicht eingerechnet.“ Die hohen Anmeldezahlen entsprächen dem schon länger zu beobachtenden Trend.

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Erfreut zeigte sich Otto über die Anmeldezahlen für die Oberschule in Hämelerwald. „Bereits 48 Schüler hätten als Beweis gereicht, dass die Schule lebensfähig ist“, erklärte er. Darum hatte es im Vorfeld der neuen Einrichtung einen mitunter heftigen politischen Streit zwischen Befürwortern und Gegnern gegeben. Während die Ratsopposition aus CDU, Piraten, FDP und AfD dafür votiert hatte, die IGS komplett in Hämelerwald zu konzentrieren, hatte eine knappe Mehrheit aus SPD, Grünen und Die Linke für die vollständige Ansiedlung der IGS in Lehrte-Süd gestimmt. Letztlich hatte der Rat die Einführung zum August vergangenen Jahres dann aber fast einmütig beschlossen. Weil die IGS jetzt nach und nach nach Lehrte verlegt wird, sei der Raumbedarf für eine wachsende Oberschule auch „völlig unproblematisch“, urteilt der Fachdienstleiter.

Lehrte-Süd bekommt mehr Container

Anders sieht es da schon am Schulstandort Lehrte-Süd aus. Realschule und IGS sind teils schon in acht Containern untergebracht, sechs weitere kämen jetzt noch hinzu, kündigte Otto an. Beide bräuchten immer mehr Räume. Für die beiden Schulen müssten das Einsparpotenzial geprüft und Blöcke geschaffen werden, wie man Räume miteinander verbinden oder nutzen könne, um Container zu sparen. „Das ist ein Puzzle“, verdeutlicht Otto.

Für Lehrte-Mitte mit dem Standort des Gymnasiums prüfe die Verwaltung derzeit das Raumprogramm. Dabei müsse untersucht werden, welche Bedürfnisse die Sekundarstufe II mit den Jahrgängen 11 bis 13 habe und ob eventuell ein Anbau nötig werde.

Von Oliver Kühn