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Lehrte Pädagogen gehen in den Ruhestand
Umland Lehrte Pädagogen gehen in den Ruhestand
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16:58 02.07.2018
Gunther Kopfer (von links), Franz Alberding und Kathleen Franzke verabschieden sich in den Ruhestand. Quelle: Privat
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Lehrte

Drei Urgesteine des Lehrter Gymnasiums sind mit dem Start in die Ferien in den Ruhestand verabschiedet worden. Gunther Kopfer startete vor 13 Jahren im Lehrter Gymnasium. Er hatte die Aufgabe des Vertretungsplaners. Das sei keine leichte Aufgabe gewesen, sagte Manfred Filsinger, stellvertretender Schulleiter.

Der Vertretungsplan musste von dem ursprünglich handschriftlichen in einen digitalen Plan umgestellt werden. „Sein Anspruch war es, einen Plan zu erstellen, der allen gerecht wird“, sagte Filsinger. Kopfer habe diese Aufgabe hervorragend gemeistert. Heutzutage sei sein Plan für alle Schüler und Lehrer auf dem Smartphone einzusehen. Kollegin Heidrun Frohloff-Kulke sprach von einer guten gegenseitigen Unterstützung. Sie bezeichnete Gunther Kopfer als ihren Dienst-Lebensabschnittsgefährten. Es sei manchmal auch wirklich wie in einer Ehe gewesen: „Die Frau sagt, was zu tun ist, und der Mann tippt den Plan.“ Nun müsse diese Ehe geschieden werden. „Ich weiß, dass wir Freunde bleiben“, sagte Frohloff-Kulke. Während einige Kollegen sich musikalisch verabschiedeten, erstellten andere einen Stundenplan – der nun in der neuen Lebensphase mit dem Ausschlafen beginnt.

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14 Jahre war Frank Alberding am Gymnasium Lehrte tätig. Nach verschiedenen Stationen an der Orientierungsstufe und an Privatschulen habe er sich in Lehrte sehr wohl gefühlt, sagte der Pädagoge. Die Fachgruppe Englisch hatte für ihn extra ein abendfüllendes musikalisches Programm einstudiert – Musikstücke aus vergangenen Zeiten verbanden sich dabei mittels eines Textes, der den roten Faden darstellte.

Spektakuläre 41 Jahre arbeitete Kathleen Franzke am Lehrter Gymnasium in den Fachbereichen Sport und Kunst. Die Laudatio auf die Lehrerin hielt Ralf Seidel, der zusammen mit Franzke als Co-Klassenlehrer gearbeitet hatte. Der einige Jahre jüngere Seidel konnte Franzke schon als Schüler kennenlernen. Jeder in seiner Verwandtschaft kenne Kathleen inzwischen, sagte er. Seidel erinnerte auch an ihre Verdienste bei diversen Sportfesten. Für die Fachgruppe Kunst übergab Juliane Zadow 41 künstlerisch gestaltete Papierblumen und ein Kunstwerk im Andy-Warhol-Stil. Das beweise: Kathleen sei nicht Inventar, sondern eine Ikone, war man sich einig.

Von Patricia Oswald-Kipper