Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Lehrte Familienfest soll Sportabzeichen bekannter machen
Umland Lehrte

Lehrte: Familienfest soll Sportabzeichen bekannter machen

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:00 25.06.2019
Familiärer Ehrgeiz: Erik (von links, 7), Tjerk (12) und ihre Eltern Wiebke und Heiko Hattendorf beim 50-Meter-Lauf. Quelle: Michael Schütz
Anzeige
Immensen

Während viele Menschen am Wochenende auf der Terrasse gelegen oder den Garten auf Vordermann gebracht haben, ging es in Immensen am Sonntag höchst sportlich zu: Der Förderverein der Heinrich-Bokemeyer-Grundschule und der MTV Immensen hatten auf den Sportplatz eingeladen, um den Immensern bei einem Familienfest die Disziplinen des Sportabzeichens näherzubringen.

Jüngere Jahrgänge kommen nicht nach

Verglichen mit anderen Vereinen seiner Größe sei der MTV zwar an der Spitze bei der Abnahme der Sportabzeichen in der Region, sagte Vereinschefin Astrid Grobe. „Aber die jüngeren Jahrgänge kommen nicht nach.“ Beim Nachwuchs sei das Sportabzeichen einfach nicht so bekannt. Der Beginn der Freiluftsaison sei daher die ideale Gelegenheit, das Sportabzeichen bei einem Familienfest in den Mittelpunkt zu stellen und es dadurch bekannter zu machen, meinten Grobe und Holger Heinemann, Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule.

Anzeige

Der Zuspruch gab den beiden recht. Rund 100 Immenser schauten sich die Disziplinen wie Kugelstoßen, Laufen, Weitsprung, Seilspringen und Schlagball an und probierten sie aus – obwohl das Sportabzeichen selbst nicht abgelegt werden konnte und es sozusagen nur eine Art Training dafür war. Unter den Angetretenen war auch Grundschulleiterin Birgit Rieger selbst, die sich mit ihrem Mann Michael zunächst den Weitsprung vorgenommen hatte. Mit ihren 2,82 Metern war sie zwar nicht unbedingt zufrieden. „Aber es reicht immerhin für das bronzene Abzeichen.“

Schulleiterin Birgit Rieger visiert die Weitsprunggrube an. Quelle: Michael Schütz

Nicht alle Schüler können schwimmen

Für die Idee des Fördervereins und des MTV hatte die Pädagogin nur lobende Worte übrig. „Das man sich so in der Freizeit engagiert, ist nicht selbstverständlich.“ Ihre Schüler hatten bereits vor rund zwei Wochen in der Schule das Sportabzeichen abgelegt. Die meisten hätten auch bestanden. Allerdings gehöre auch Schwimmen dazu, meinte Rieger. „Wir mussten feststellen, dass nicht alle Schüler schwimmen können.“ Die Schule könne mit zwei Mal 45 Minuten Sportunterricht in der Woche den Kindern nicht allein das Schwimmen beibringen. „Da müssen die Eltern auch schauen.“

Nicht alle Disziplinen auf dem Sportplatz am Fleith waren solche für das Sportabzeichen. „Es soll auch Spaß machen“, sagte Heinemann. Und so hatten die Veranstalter ein Schubkarrenrennen, Dosenwerfen und Sackhüpfen einbezogen. An den Schubkarren versuchten sich Diana und Fabian Fischer, die ihre Kinder Ben und Nico durch einen Parcours schoben. „Das ist hier eine wunderbare Dorfaktion“, lobten die Immenser, noch etwas außer Atem. Die Möglichkeit, mit den Kindern ein Familiensportabzeichen abzulegen, interessierte sie besonders.

Spaßfaktor inklusive: Diana Fischer schiebt ihren Sohn Nico (3) mit einer Schubkarre durch einen Parcours. Quelle: Michael Schütz

Gleiches galt für die Familie Hattendorf. Heiko und Wiebke Hattendorf traten mit ihren Kindern Erik und Tjerk zum 50-Meter-Lauf an. „Da entwickelt man in der Familie richtigen Ehrgeiz“, meinte Mutter Wiebke.

Zwar wollen sich die beiden Veranstalter in den nächsten Tagen noch einmal für eine Bilanz zusammensetzen. Aber Holger Heinemann und Astrid Grobe schienen sich schon am Sonntag einig zu sein, dass es im nächsten Jahr eine Neuauflage des Familienfestes geben wird. „Dann vielleicht auch mit einem weiteren Verein zusammen“, sagte Grobe. Jetzt müsse sich erst einmal der Spaßfaktor des Festes herumsprechen. „Vielleicht kommen dann im nächsten Jahr noch mehr Besucher.“

Lesen Sie auch:

Immenser Schüler erhalten Bewegungs-Pass

Von Michael Schütz