Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Lehrte Mehr als 20 Aussteller zeigen Schätze der Erde
Umland Lehrte

Lehrte: Im Forum ist wieder Mineralienbörse

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:10 28.11.2019
Thorsten Petri (links) hält im Hintergrund die Versteinerung eines Süßwasserhaies und im Vordergrund einen Ammoniten. Christian Gornik zeigt einen grünen Dioptas und einen roten Rhodochrosit. Quelle: Katja Eggers
Lehrte

Wer uralte Versteinerungen, wunderschöne Opale, geschliffene Edelsteine und schöne Schmuckstücke unter einem Dach bewundern möchte, ist am Sonntag, 1. Dezember, im Kurt-Hirschfeld-Forum genau richtig. Von 11 bis 17 Uhr steigt dort die mittlerweile 35. Mineralien- und Fossilienbörse. Mehr als 20 Aussteller aus dem gesamten Bundesgebiet zeigen an ihren Ständen dann wieder die Schätze der Erde.

Sogar der Nackenstachel ist noch da

Einer von ihnen ist Thorsten Petri aus Harsum bei Hildesheim. Der Hobby-Paläontologe ist schon seit mehr als 20 Jahren bei der Börse vertreten. Auch in diesem Jahr bringt er wieder echte Raritäten mit. Sein absolutes Prunkstück ist ein versteinerter Triodus, eine ausgestorbene Gattung eines Süßwasserhaies. Das Fossil ist rund 260 Millionen Jahre alt und stammt aus Odenheim in der Pfalz. Die Versteinerung ist außergewöhnlich gut erhalten und daher sehr besonders. „Normalerweise verfallen solch kleine Fossilien sehr schnell, weil sie so filigran sind – hier sieht man sogar noch den Nackenstachel“, sagt Petri und zeigt auf den Kopf des Fisches.

Hingucker: Der Schein der Taschenlampe setzt den Ammoniten ins rechte Licht. Quelle: Katja Eggers

Bei der Börse wird der Experte zudem 180 Millionen Jahre alte Ammoniten aus Calcit präsentieren, die er in Baugruben und auf Feldern in Hildesheim-Itzum gefunden hat. „Das Gehäuse ist nicht etwa vom Erddruck eingedrückt worden, sondern noch stabil – das kommt selten vor“, schwärmt Petri. Stolz ist er zudem auf seine Ammoniten aus dem südfranzösischen Troyes. Auch sie sind rar und unter Sammlern daher heiß begehrt.

Roter Rhodochrosit heißt auch „Himbeerspat“

Börsenorganisator Christian Gornik bringt am Sonntag derweil seltene Mineralien mit. Der grüne Dioptas stammt etwa aus der weltberühmten Tsumeb Mine in Namibia, die zu Gorniks Bedauern seit 1996 geschlossen ist. Sein Dioptas stammt noch von dort, das gute Stück ist ein Fund aus den Siebzigerjahren. Gorniks rotes Rhodochrosit – wegen seiner rötlichen Farbe heißt er auch „Himbeerspat“ – kommt hingegen aus den Kalahari-Manganfeldern.

Geodenknacker bringt mineralische Schätze hervor

Bei der Börse nicht fehlen darf natürlich der „Goedenknacker“: Besucher können sich eine unscheinbare graue Steinkugel „aufknacken“ lassen und staunen, was sich darin an mineralischen Schätzen versteckt. Hobbysammler können bei der Börse zudem wieder kostenlos ihre Eigenfunde bestimmen lassen.

Der Eintritt zur Börse kostet für Erwachsene 3 Euro, Kinder zahlen 1,50 Euro.

Lesen Sie auch

Von Katja Eggers

Ein 34 Jahre alter Lehrter ist der Polizei im November zum zweiten Mal ins Netz gegangen. Anfang des Monats war er mit mehr als 3 Promille am Steuer erwischt worden, jetzt wurde er in Sehnde erneut kontrolliert – und war trotz Führerscheinentzug wieder mit dem Auto unterwegs.

28.11.2019

An den Tagen vor Weihnachten gibt es in vielen Ortschaften Lehrtes auch in diesem Jahr wieder lebendige Adventskalender. Im Stadtgebiet stimmen insgesamt sieben Veranstalter die Besucher auf eine besinnliche Adventszeit ein.

28.11.2019

Man ist nicht zu Hause, erwartet aber ein wichtiges Paket? Kunden der Lehrter Parkhausgesellschaft können sich dieses jetzt in eine Paketbox im Parkhaus an der Poststraße liefern lassen. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

29.11.2019