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Lehrte Komödie „Schon wieder Sonntag“ eröffnet Theatersaison
Umland Lehrte

Lehrte: Komödie „Schon wieder Sonntag“ eröffnet Theatersaison

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18:00 27.09.2019
Sein Alter hindert Cooper (Joachim Bliese) keineswegs am Flirten mit der jungen Krankenschwester Wilson (Laura Uhlig). Quelle: Susanne Hanke
Lehrte

Zum Auftakt der neuen Theatersaison im Kurt-Hirschfeld-Forum gab es zwar einen kleinen Requisitenausfall, der dem Stau auf der Autobahn geschuldet war. Aber der wurde von der städtischen Kulturbeauftragten Julienne Franke charmant mit „Wir spielen heute etwas schlanker“ umschrieben. Was genau im etwas spärlicheren Bühnenbild fehlte, kommentierte sie nicht. Geschenkt. Denn: Dem Publikum gefiel die Komödie „Schon wieder Sonntag“ von Bob Larbey dennoch.

Schließlich waren Abstriche keineswegs zu erkennen, die starke Bühnenpräsenz des 83-jährigen Joachim Bliese nahm das Publikum sofort mit in die Handlung. Mit kernigen Sprüchen wie „Die Panzer rollen wieder“, die eine Umschreibung für das tägliche Anrollen des Teewagens im Seniorenheim war, machte Bliese gleich klar, dass es eine sarkastische Auseinandersetzung mit dem Leben in dieser Einrichtung werden würde. Dorthin hat sich der Witwer Cooper, gespielt von Bliese, zurückgezogen, trauert um seine verstorbene Frau, lässt den Pflichtbesuch von Tochter und Schwiegersohn über sich ergehen und steht seinem an Demenz erkrankten Freund Aylott bei.

Auch Tragik gehört zur Komödie

In dieser Komödie wurden Peinlichkeiten ins Absurde geführt, dem Tod ins Auge gesehen und auch vor lüsternen Begehrlichkeiten nicht haltgemacht. Während das Publikum in den ersten Szenen über aufblasbare Urinbeutel lacht und sich über die amourösen Träume von Cooper amüsiert, zeigte sich im Verlauf des Stückes eine tragische Emotionalität. Er wolle niemanden zur Last fallen und er dürfe nicht klagen, offenbart der Witwer etwa seiner Putzfrau.

Ganz ehrlich aber gesteht er seiner Tochter, dass er Angst habe, sich selbst sehr, sehr leid tue und er einfach verstanden werden will. Bliese verstand auch die leisen Töne umzusetzen, die in diesem markanten Charakter immer unterschwellig vorhanden waren. Ebenso berührte die minutiöse Schilderung einer fortschreitenden Demenz, die in der Figur von Aylott zum Ausdruck kam. Die Botschaft lautete jedoch, man müsse immer ein Ziel haben – und sei es auch nur, sich an die elf Namen einer Cricket-Mannschaft zu erinnern.

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Von Susanne Hanke

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