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Lehrte Matthias Miersch besucht Soziales Kaufhaus
Umland Lehrte

Lehrte: Matthias Miersch besucht Soziales Kaufhaus 

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11:30 09.08.2019
Labora-Geschäftsführer Axel Bruder (links), der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch (Dritter von links) und Björn Sund, Bereichsleiter des Jobcenters Region Hannover, lassen sich von der stellvertretenden Filialleiterin Petra Schäfer im Sozialen Kaufhaus das Sortiment erläutern. Quelle: Katja Eggers
Lehrte

Für seine alljährliche Sommertour durch den Wahlkreis Hannover-Land II, zu dem auch Lehrte gehört, hat sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Miersch diesmal das große Thema Langzeitarbeitslosigkeit auf die Fahne geschrieben. Zusammen mit Vertretern des Jobcenters Lehrte hat er am Donnerstag das Soziale Kaufhaus an der Burgdorfer Straße in Lehrte besucht.

Dort können Menschen mit schmalem Geldbeutel nicht nur gespendete Möbel, Kleidung, Geschirr, Bücher und Spielzeug zum kleinen Preis kaufen. Die Einrichtung beschäftigt unter anderem auch Langzeitarbeitslose. Mit der stellvertretenden Filialleiterin Petra Schäfer ist dort jetzt eine Mitarbeiterin angestellt, die über das neue Projekt „Teilhabe am Arbeitsmarkt“ des Jobcenters der Region Hannover an ihre Stelle gekommen ist.

Teilnehmer erfahren viel Wertschätzung

„Mein Ziel ist es, sich vor Ort anzuschauen, wie das neue Projekt in die Praxis umgesetzt wird, wie es ankommt und wo sich vielleicht noch etwas verbessern lässt“, erklärte Miersch. Auf seiner Sommertour hatte der Politiker auch schon Einrichtungen in anderen Kommunen aufgesucht. „Ich habe bisher vor allem mitgenommen, dass die Menschen durch dieses Projekt sehr viel Wertschätzung erfahren“, sagte Miersch.

Das Soziale Kaufhaus bietet seinen Kunden an der Burgdorfer Straße ein breites Sortiment von Kleidung über Geschirr bis hin zu Möbeln und Büchern. Quelle: Katja Eggers

Das bestätigte ihm auch Schäfer im Sozialen Kaufhaus in Lehrte. „Das Gefühl ist einfach viel besser als beim Ein-Euro-Job“, betonte die 50-Jährige. Sie ist gelernte Buchhändlerin, hat zudem den Beruf der Immobilienmaklerin gelernt, etliche Ein-Euro-Jobs gehabt und viele Jahre Leistungen vom Jobcenter bezogen. „In meinem Alter und mit meinem Lebenslauf ist es aber immer schwieriger geworden, eine feste Anstellung zu bekommen“, berichtete Schäfer.

Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt

Über das Projekt „Teilhabe am Arbeitsmarkt“, das am 1. Januar in Kraft getreten ist, hat Schäfer nun eine sinnvolle Aufgabe gefunden, die ihr zudem viel Spaß bereitet. „Allein, dass auf dem Kontoauszug jetzt nicht mehr Jobcenter steht, fühlt sich schon viel besser an“, sagt Schäfer. Die Lehrterin sieht ihre neue Stelle zudem als Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt. Schäfer bekommt begleitend zudem ein Coaching, das ihr hilft, sich in das neue Unternehmen und in den Arbeitsalltag einzufinden.

Im Sozialen Kaufhaus sind außer ihr noch zwei Mitarbeiter im Verkauf und zwei weitere im Bereich Lager und Transport über das Projekt beschäftigt. In Lehrte sind es laut Björn Sund, dem Bereichsleiter des Jobcenters Region Hannover, insgesamt 26 Langzeitarbeitslose.

Zuschüsse vom Jobcenter

Miersch zeigte sich von den bisherigen Erfolgen begeistert. Er betonte, dass von dem Projekt auch die Arbeitgeber profitieren, denn das Jobcenter bezuschusst die Bezahlung der Projektteilnehmer für bis zu fünf Jahre und fördert zudem notwendige Weiterbildungen.

Arbeitgeber, die Mitarbeiter über das neue Projekt einstellen möchten, können sich dafür an das Jobcenter Region Hannover wenden. Nähere Infos gibt es im Internet auf jobcenter-region-hannover.de.

Von Katja Eggers

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