Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Lehrte Baugebiet Manskestraße: Im Boden liegt noch massenweise Metall
Umland Lehrte

Lehrte: Metall im Boden der früheren Kleingartenkolonie Feierabend

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
Jetzt kostenlos Testen Zur Anmeldung
19:06 30.01.2020
Metall im Erdreich: Die Aufräumarbeiten auf dem früheren Feierabend-Gelände ziehen sich hin. Quelle: Achim Gückel
Anzeige
Lehrte

Die Kleingärtner der Kolonie Feierabend an der Manskestraße haben offenbar über Jahrzehnte hinweg allerlei Schrott unter ihren Füßen gehabt. Die Aufräumarbeiten auf dem Gelände, auf dem in zwei Jahren neue Wohnhäuser entstehen sollen, ziehen sich jedenfalls ziemlich in die Länge – weil im Erdreich deutlich mehr Metall liegt, als man bisher angenommen hatte. Das verzögert nun auch die notwendige Suche nach Kampfmitteln. Der große Zeitplan für die Erschließung und Vermarktung des Baugebiets sei dadurch aber nicht gefährdet, heißt es aus dem Lehrter Rathaus.

Im vergangenen Jahr waren die Lauben und alle anderen Hinterlassenschaften auf den Parzellen der Kleingartenkolonie beseitigt worden. Schon das dauerte einige Wochen länger, weil unter anderem deutlich mehr Altholz zur Entsorgung anfiel als gedacht. Auch der heiße, trockene Sommer führte zu Problemen. Bei den Abbrucharbeiten staubte es enorm. Die Folge waren Beschwerden von Anwohnern und die Auflage für die beauftragte Firma, während ihrer Arbeiten das Gelände zu wässern.

Viel kleinteiliger Metallschrott im Boden

Im Herbst ging es dann an die Untersuchungen des Bodens. Das Erdreich wurde gesiebt, grober Metallschrott auf diese Weise ausgesondert. Aber man habe feststellen müssen, dass trotzdem noch „viel kleinteiliger Kram“ liegen blieb, wie es Stadtsprecher Fabian Nolting ausdrückt. Die Fundstücke seien teilweise weniger als vier Zentimeter groß, müssten aber beseitigt werden. „Die Sonden springen auf jedes kleine Stück an“, sagt Nolting.

Auf dem Gelände, das schon bald ein Neubaugebiet sein soll, türmen sich noch Berge von Metallschrott und Elektrogeräten. Quelle: Achim Gückel

Proben, die über mögliche Belastungen des Bodens mit Schmiermitteln oder Treibstoff Aufschluss geben sollen, seien schon genommen worden. Untersuchungsergebnisse habe man aber noch nicht, erläutert der Sprecher. Auch Abstimmungen mit der Regionsverwaltung hätten sich hingezogen. Und erst wenn quasi die Kleinarbeit in den oberen Bodenschichten erledigt sei, könne nach Kampfmitteln im tieferen Erdreich geforscht werden. Bisher habe man in dieser Hinsicht aber noch nichts Auffälliges gefunden.

Die Vermessungen und Planungsarbeiten für das Neubaugebiet, auf dem in Reihen-, Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern 200 Wohneinheiten entstehen sollen, sind von den Verzögerungen durch die Beseitigung des Metallschrotts nicht betroffen. Daher wanke auch der Zeitplan für die Erschließung und Vermarktung des Areals nicht, sagt Nolting. Im Herbst 2021 wolle man die Grundstücke verkaufen. Die ersten Gebäude auf dem früheren Feierabend-Gelände könnten dann ab Anfang 2022 entstehen.

Lesen Sie auch

Von Achim Gückel

Warnstreik bei zwei Logistikfirmen in Lehrte: Bei DPD und Hellmann hat am Mittwochabend ein Großteil der Nachtschicht die Arbeit niedergelegt. Die Gewerkschaft Verdi hatte dazu aufgerufen. Sie kündigt weitere Streiks bei Logistikunternehmen an. Hintergrund ist der Tarifstreit in der Branche.

30.01.2020

Ein Besuch in der Neuen Schauburg Burgdorf und im Anderen Kino Lehrte lohnt sich für die ganze Familie – dank genialer Ermittler, einer Eiskönigin und eines Roadmovies. Hier ist das Kinoprogramm für die Woche vom 30. Januar bis 5. Februar.

30.01.2020

Ausbildungsbotschafter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover haben in der Realschule Lehrte ihre Berufe und Karriereperspektiven vorgestellt. Das Besondere: Die vier Azubis waren nicht viel älter als die Neuntklässler, die ihnen zugehört haben.

30.01.2020