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Lehrte Mineralien- und Fossilienbörse zeigt das größte Schneckenhaus der Welt
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Lehrte: Mineralien- und Fossilienbörse öffnet im Forum

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18:06 02.12.2019
„Hörst du das Meeresrauschen?“": Aussteller Peter Hardenberg hält Mika (5) das riesige Schneckengehäuse ans Ohr, auch Lukas (8) ist neugierig. Quelle: Katja Eggers
Lehrte

Mika lauscht. Peter Hardenberg aus Rheinbach bei Bonn hält dem Fünfjährigen vorsichtig das riesige Gehäuse einer Großen Rüsselschnecke ans Ohr. Es ist größer als Mikas Kopf. „Ich glaube, ich höre das Meer rauschen“, sagt der Fünfjährige aufgeregt. Gern hätte er das imposante Schneckengehäuse gekauft. Aber mit 259 Euro lag Syrinx aruanus – so der lateinische Name der Schnecke – deutlich über Mikas Taschengeld-Budget. Eine kleine Muschel für 2 Euro kam da schon eher in Frage.

Mika, sein achtjähriger Bruder Lukas und ihr Papa André Wilkening aus Neustadt gehörten am Sonntag zu den Besuchern der mittlerweile 35. Mineralien- und Fossilienbörse im Lehrter Kurt-Hirschfeld-Forum. Hardenberg war einer von insgesamt 23 Ausstellern, die dort ihre Schätze zeigten. Mika und Lukas erfuhren von ihm, dass Syrinx aruanus die größte noch lebende Schneckengattung der Welt ist, aus West-Australien kommt und das Gehäuse trotz seiner imposanten Größe gerade mal etwa ein Jahr alt ist. „Diese Schneckengattung wächst schneller, als sie krabbelt“, sagte Hardenberg augenzwinkernd.

Viel zu entdecken: Auf der Mineralien- und Fossilienbörse reiht sich ein Stand an den nächsten. Quelle: Katja Eggers

Etliche Sammler unter den Besuchern

Der Experte freute sich, dass zu den Besuchern auch wieder etliche Sammler zählten. Auch Hartmut Weise aus Obernfeld bei Dortmund wurde bei Hardenberg und anderen Ausstellern fündig. Unter anderem hatte er Muscheln, Korallen, Fossilien und Mineralien gekauft. „Meine Sammlung umfasst rund 3500 Exemplare und ist sehr breit aufgestellt – ich habe viel Platz“, sagte Weise lachend.

In seinem Heimatort nennt er eine große Scheune sein Eigen. „Meine Frau hat oben ihr Atelier und ihre Bilder, unten habe ich meine Schränke mit der Sammlung, und abends sitze ich dort gern auf meinem Sofa und schaue mir in Ruhe meine schönen Sachen an“, sagte Weise fröhlich.

Die kleinsten Mineralien gibt es schon für 2 Euro

Klaus Schinke aus Dortmund stellt an seinem Stand Mineralien in allen Größen aus. Quelle: Katja Eggers

Ein paar Meter weiter rückte derweil Aussteller Klaus Schinke seine Mineralien ins rechte Scheinwerferlicht. Am Stand des Dortmunders funkelte und glitzerte es in den schönsten Farben. Die Steine zogen die Blicke der Besucher auf sich, denn Schinke präsentierte ein großes Sortiment. Einen daumennagelgroßen Titanit aus der Mineralklasse der Silikate und Germanate gab es schon für 2 Euro. Die teuersten Exponate kosteten an seinem Stand hingegen um die 400 Euro. Zu den größten Stücken gehörte indes der imposante Apophyllit aus Indien.

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Von Katja Eggers

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