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Lehrte Ortswechsel: Lehrter Restaurant Vileh ist nach Aligse umgezogen
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Lehrte: Restaurant Vileh ist jnach Aligse umgezogen

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17:36 25.11.2019
Aus dem „Vileh“ ist „Vileh Das Landhaus“ geworden. Das Restaurant ist jetzt im ehemaligen Aligser Eck zu finden. Quelle: Sandra Köhler
Aligse

Neue Restaurants öffnen in Lehrte immer mal wieder ihre Türen. Dass jedoch ein Restaurant aus der Kernstadt in den Ortsteil Aligse umzieht, ist wohl noch nicht vorgekommen. Im Falle des Restaurants Vileh ist es allerdings genau so. Es ist nicht mehr in der Osterstraße im alten Lehrter Dorf, sondern seit ein paar Tagen im ehemaligen Aligser Eck an der Peiner Heerstraße zu finden.

Tony Gärtner, der das Vileh gemeinsam mit seiner Frau Marina betreibt, ist kein Unbekannter in der Lehrter Gastronomieszene. Zusätzlich zu seinem Restaurant an der Osterstraße hatte er 2016 auch die Kegel- und Bowlingarena an der Burgdorfer Straße übernommen. Diese ist mittlerweile geschlossen – und zwar wegen Unstimmigkeiten mit dem Vermieter, wie Gärtner sagt. Im Zuge dieser Entwicklung sei ihm angeboten worden, die Räume des ehemaligen Aligser Ecks zu pachten. Und Gärtner schlug ein: „Ich kannte die Räume. Das ist ein tolles Gebäude mit ganz viel Geschichte“, sagt er geradezu schwärmerisch. Es biete ihm viel mehr Möglichkeiten als die Räumlichkeiten in der Osterstraße.

Zimmer für Messegäste

Neben dem Restaurantbetrieb mit regionaler deutscher Küche (auch vegan, gluten- und laktosefrei) und dem Ambiente für Familienfeiern mit bis 200 Personen gibt es im neuen Vileh – Das Landhaus in Aligse nun auch Zimmer zu mieten. Sechs sind bereits fertig. „Aber wird bauen die ehemaligen Personalzimmer über dem Lokal noch um“, sagt Gärtner. Die Quartiere sind für Messegäste geeignet – aber auch, um Gäste nach einer Feier unterzubringen. „Der Bahnhof ist ja ganz in der Nähe.“ Auch dem dörflichen Charakter in Aligse trägt er Rechnung: Er hat ein Bierstübchen eingerichtet, in dem es unkompliziert zugehen darf. „Da können Landwirte auf ein Bier und eine Currywurst vorbeikommen“, sagt Gärtner schmunzelnd.

Viel Arbeit und Geld haben Gärtner und seine Frau in ihr neues Restaurant bereits investiert. Aber fertig sind sie mit ihrer neuen Aufgabe noch nicht. Schließlich soll, nachdem der Gastraum bereits einen weißen Anstrich und schicke Gardinen gekommen hat, auch der Saal aufgehübscht werden. „Wir haben langfristig gepachtet. Und wir hoffen, dass wir nun endlich angekommen sind und hier bis zu unserer Rente bleiben“, sagt Gärtner.

Spontane Schließung

Die Eröffnung in Aligse sei bereits viel früher geplant gewesen, gibt Gärtner zu. „Aber die Besitzer des Gebäudes konnten nicht eher an uns verpachten.“ Die Schließung des Lokals an der Osterstraße sei nun sehr spontan gewesen. „Eigentlich sollte es bis Ende des Jahres geöffnet bleiben.“

Mitte November hat Gastronom Tony Gärtner das Vileh an der Osterstraße geschlossen. Eigentlich sollte der Betrieb dort noch bis zum Jahresende gehen. Quelle: Sandra Köhler

Doch er habe einen Käufer für den Tresen gefunden, und dieser habe das gute Stück sofort übernehmen wollen: „Deswegen ging jetzt alles so schnell.“

Stammgäste ziehen mit

Einige Stammgäste sind bereits zur Eröffnung ins neue Vileh gekommen, betont Gärtner. Doch auch zu den Aligser Vereinen und Verbänden sowie der Bevölkerung der umliegenden Orte hat er bereits Kontakte geknüpft: „Die Schützen waren am Volkstrauertag zum Grünkohlessen da. Und Gäste aus Steinwedel, Kolshorn und Röddensen hatten wir auch schon.“

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Von Sandra Köhler

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