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Lehrte Polizei meldet mehr Unfälle mit Verletzten in 2018
Umland Lehrte Polizei meldet mehr Unfälle mit Verletzten in 2018
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12:08 15.04.2019
Wer während der Fahrt telefoniert oder Nachrichten schreibt, verhält sich wie jemand mit einer Promille Alkohol im Blut. Quelle: Symbolbild
Lehrte/Sehnde

Einen leichten Rückgang der Unfallzahlen bilanziert die Polizei in 2018 für Lehrte und Sehnde – und dennoch fällt das Fazit von Bernd Steindam, Leiter des Ermittlungs- und Streifendienstes im Polizeikommissariat Lehrte, nicht zufrieden aus: Denn die Zahl der Unfälle mit Verletzten stieg deutlich an.

Nach Aussage Steindams registrierte die Behörde im vergangenen Jahr 1494 Unfälle, im Jahr zuvor waren es 13 Kollisionen mehr. Bei 244 Unfällen gab es Verletzte, davon 37 mit schweren Verletzungen (2017: 23) und 263 mit leichten Verletzungen. Das sind neun Prozent mehr als in 2017. „Aber“, sagt Steindam, „wir haben glücklicherweise keine Verkehrstoten zu beklagen.“ Den Anstieg der Verletzten bei Unfällen führt der ESD-Leiter unter anderem auch auf die heißen Sommermonate des vergangenen Jahres zurück. Er verweist auf eine jetzt veröffentlichte Untersuchung der ADAC-Unfallforschung, nach der sich jeder siebte Unfall mit einem Verletzten an heißen Tagen mit mehr als 25 Grad Celsius ereignet habe.

Das warme Wetter habe die Konzentration der Fahrer beeinträchtigt, sie seien zum Teil auch öfter dehydriert. „Wenn bei heißen Temperaturen nicht genug getrunken wird und zu wenig Pausen gemacht werden, dann kann das zu extremen Konzentrationsstörungen führen“, sagt Steindam. Hinzu komme ein Anstieg von Unfällen, an denen „ungeschützte Verkehrsteilnehmer“ beteiligt gewesen seien. So verletzten sich 76 (2017: 71) Radfahrer, 24 (20) Fußgänger und 22 (18) Kradfahrer.

Die Polizei will ihre Schwerpunktkontrollen fortsetzen. Quelle: dpa

Fahrten unter Alkohol und Drogen

Bei 24 Unfällen hatten die Fahrer Alkohol getrunken, das sind drei weniger als in 2017. Unter Drogeneinfluss verursachten drei Fahrer einen Unfall, zwei mehr als in 2017. Bei allgemeinen Verkehrskontrollen stoppten die Beamten 69 betrunkene Autofahrer, 18 weniger als in 2017. Dafür stieg die Zahl der Autofahrer, die Drogen konsumiert hatten, von 48 auf jetzt 53.

Zahl der Unfallfluchten steigt erneut

Nach 402 Unfällen entfernten sich die Verursacher, ohne sich um den Schaden zu kümmern oder ihre Personalien zu hinterlassen. Damit steigt diese Zahl um dritten Mal in Folge: 2017 zählte die Polizei 389 Unfallfluchten, 2016 waren es 359. Jeweils in 18 Fällen gab es Verletzte. Dabei können die Beamten immer weniger Taten aufklären, wie Steindam sagt. Nach einer Aufklärungsquote von 43 Prozent in 2017 lag sie nun bei 36 Prozent.

Polizei setzt Schwerpunktkontrollen fort

Von einer intensiven Verkehrsüberwachung spricht Steindam für das Jahr 2018 – und kündigt eine Fortsetzung an. So schrieben die Beamten 1009 (2017: 669) Anzeigen wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit und erteilten 1739 (1883) Verwarnungen, weil beispielsweise in 607 Fällen der Gurt nicht angelegt war. Insgesamt 557 Verstöße ahndeten die Beamten, weil Autofahrer ihr Handy während der Fahrt nutzten. Polizeichefin Ina Nentwig sagt mit Blick auf die aktuelle Debatte, dass Politik und Polizei eine höhere Einstufung des Delikts in Betracht zögen. „Wer während der Fahrt telefoniert oder Nachrichten schreibt, verhält sich wie jemand mit einer Promille Alkohol im Blut“, sagt sie.

Aus diesem Grund setzt die Polizei in Lehrte und Sehnde die Schwerpunktkontrollen fort, kündigt Steindam an. Außerdem gehe das Projekt mit Fahrschulen weiter, bei den die Polizeibeamten den Fahranfängern nicht nur eindrückliche Filme über Unfälle nach Handynutzung zeigen, sondern auch über die Risiken sprechen. „Unser Plädoyer geht eindeutig dahin, das Handy in den Kofferraum zu legen“, sagt Nentwig. Denn: Dann bestehe gar nicht erst die Chance, zum Mobiltelefon zu greifen.

Weitere Meldungen von der Polizei und Feuerwehr aus dem Stadtgebiet Lehrte lesen Sie hier.

Weitere Meldungen von der Polizei und Feuerwehr aus dem Stadtgebiet Sehnde lesen Sie hier.

Von Antje Bismark

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