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Lehrte Wohnen im Alter: Das will die AG 60plus alles für Senioren in der Stadt initiieren
Umland Lehrte

Lehrte: Senioren fordern mehr bezahlbaren Wohnraum

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12:34 08.02.2020
Gibt es im künftigen Quartier am Stadtpark genug bezahlbaren Wohnraum? Darüber will die AG 60plus mit dem Geschäftsführer der Lehrter Wohnungsbaugesellschaft, Frank Wesebe, diskutieren. Quelle: ksw
Lehrte

„Wir freuen uns, dass bei unserem Treffen so viele Lehrter zusammenkamen“, sagt Karl-Heinz Bode, Sprecher der AG 60plus. Insgesamt 20 Lehrter im Alter von 63 bis 78 Jahren diskutierten in der Begegnungsstätte an der Goethestraße über Themen, die ältere Menschen in Lehrte bewegen. Als eines der dringendsten Handlungsfelder stuften die Teilnehmer das Thema Wohnen im Alter ein.

„Dabei geht es darum, verschiedene Möglichkeiten vom Generationenhaus bis zur Wohngemeinschaft als Großfamilie einmal darzustellen“, sagt Bode, der auch SPD-Ratsmitglied ist. Der Rentner ist in seinem Berufsleben viel in Deutschland herumgekommen. „Da habe ich die unterschiedlichsten Wohnformen kennengelernt“, so Bode. Für Ältere sei es wichtig, dass sie bis ins hohe Alter Kontakte hätten und gebraucht würden. Damit zusammenhängend ging es in vielen Gesprächen der Teilnehmer auch um bezahlbaren Wohnraum.

Mehr Wohnungen für ältere Menschen erwünscht

„Für bezahlbare Wohnungen könnte die Stadt beispielsweise über Festlegungen in ihren Bauplänen sorgen“, sagt Bode. Dabei gehe es nicht um Sozialwohnungen, sondern um kleinere, auf ältere Menschen zugeschnittene Wohnungen. Die Senioren wollen bei diesem Thema auch aktiv werden. „Wir wollen unsere Forderungen in die Politik einbringen.“

Die AG, die aus einer Initiative der SPD hervorging, hat bei der Stadt nun zunächst viele Informationen angefordert: Die Verwaltung soll dabei etwa Fragen zur Wohnraumversorgung in Lehrte klären und den Anteil der Älteren an der Gesamteinwohnerzahl darstellen. Bode geht davon aus, dass mehr als die Hälfte aller Lehrter über 60 Jahre alt ist.

Senioren fordern besseren Nahverkehr

Die Senioren fordern zudem eine bessere Anbindung mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln in die Region Hannover. Die Verwaltung der Region soll nun dazu Stellung nehmen, gemeinsam müsse da an Verbesserungen gearbeitet werden, so Bode.

Sicherheit im Verkehr ist ein weiteres Thema auf der Tagesordnung der Arbeitsgemeinschaft. Auf einem der Treffen soll auch darüber diskutiert und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Die Teilnehmer wollen sich auch mit dem Klimaschutzgesetz auseinandersetzen. Dazu gebe es viele Fragen über mögliche Fördermaßnahmen für klimafreundliche Umrüstungen, die den Hausbau ebenso wie bei bestehenden Gebäuden beträfen, erklärt Bode.

Sechs Treffen hat die AG für dieses Jahr festgesetzt. Die nächste Zusammenkunft ist am Mittwoch, 18. März, um 18 Uhr in der Begegnungsstätte an der Goethestraße geplant. Als Referent wurde Frank Wersebe, Geschäftsführer der Lehrter Wohnungsbaugesellschaft, eingeladen. Er soll über die Wohnraumversorgung in der Stadt Lehrte referieren. „Damit wollen wir einen Überblick zur Lage vor Ort bekommen“, sagt Bode. Anschließend sei eine Diskussion geplant. Die Treffen der AG 60plus sind offen für alle Interessierten.

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