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Lehrte Die Stadt setzt auf Elektro statt Diesel
Umland Lehrte

Lehrte: Stadt setzt auf Elektro statt Diesel

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05:16 16.05.2019
Eckhard Otto (von links) und Thilo Schumacher, die Geschäftsführer der Lehrter Bädergesellschaft, sowie Gesamtpersonalratsvorsitzende Andrea Jeschke und Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk stellen das neue E-Auto und die beiden E-Bikes vor. Quelle: Katja Eggers
Lehrte

Die Stadt Lehrte setzt zunehmend auf Elektroamtrieb statt auf Diesel. Nach den Stadtwerken nutzt nun auch die Lehrter Bädergesellschaft ein Elektroauto. Sowohl Stadtwerke als auch Bädergesellschaft sind Tochterunternehmen der Stadt. Für die Mitarbeiter in der Verwaltung wurden zudem zwei E-Bikes angeschafft.

Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk hat die beiden sogenannten Pedal Electric Cycles, kurz Pedelecs, am Mittwoch offiziell in Dienst gestellt und an die Vorsitzende des Gesamtpersonalrat Andrea Jeschke übergeben. „Wir haben Pedelecs schon länger gefordert – damit ist man im Stadtgebiet effektiv und schnell unterwegs “, erklärt Jeschke. Die Mitarbeiter der Verwaltung werden die beiden E-Bikes künftig für Dienstfahrten in der Kernstadt und den Ortsteilen nutzen und damit etwa zu Besprechungsterminen in Kitas fahren. Wer möchte, kann aber auch weiterhin die zwei städtischen „Muscle Bikes“ nutzen, also Fahrräder, die mit Muskelkraft betrieben werden.

Gesund und umweltschonend

Laut Sidortschuk sind die beiden E-Bikes nicht nur ein Beitrag zum betrieblichen Gesundheitsmanagement der Stadt, sondern stellen auch eine zeitgemäße und umweltschonende Alternative zur Dienstwagenflotte dar. Angeschafft wurden die Elektroräder in zwei unterschiedlichen Größen für zusammen 6500 Euro. Bei der Ausschreibung hatte das Lehrter Fahrradfachgeschäft Radhaus Sturm das wirtschaftlichste Angebot abgegeben und den Auftrag bekommen. „Das hat den Vorteil, dass die Wege bei Reparaturen kurz sind“, sagt Jeschke.

Je nachdem, wie die Unterstützung durch den Elektromotor gewählt wird, können die Mitarbeiter mit den akkubetriebenen Pedelecs zwischen 50 und 150 Kilometer zurücklegen. Abgestellt werden die E-Bikes in einem Fahrradkäfig hinter dem Rathaus. Mitarbeiter können die Räder über ihren Computer buchen.

Stadt übernimmt Vorbildfunktion

Bei der E-Mobilität möchte die Stadt Vorbildfunktion übernehmen. Das alte Fahrzeug der Bädergesellschaft wurde daher erstmals ganz bewusst durch ein Elektroauto ersetzt. Den Zuschlag bei der Ausschreibung erhielt das Autohaus Region Hannover – die Bädergesellschaft fährt daher jetzt einen E-Golf. Das Auto wurde geleast und hat eine Reichweite von rund 230 Kilometern. „Das reicht, um mehrmals täglich typische Fahrten wie die von Lehrte zum Waldbad Arpke zu bewältigen“, erklärt Sidortschuk.

Was das E-Auto für die Bädergesellschaft gekostet hat, könne er nicht verraten, sagt Geschäftsführer Eckhard Otto. „Da gibt es strenge Restriktionen von VW“, erklärt er. Die Mittel seien jedoch nicht in den städtischen Haushalt eingestellt, sondern im Wirtschaftskonzept der Bädergesellschaft enthalten, erläutert Otto.

Ladestation hinter dem Rathaus

Aufgeladen wird das neue E-Auto über das Blockheizkraftwerk im Lehrter Schwimmbad. Die Stadtwerke laden ihre beiden Elektroautos indes an ihren eigenen Ladestationen auf. Für die beiden E-Autos, welche sich Verwaltung im Herbst zulegt, wird eine Ladestation auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus eingerichtet.

Eine öffentliche Ladestationen gibt es laut Sidortschuk im Lehrter Stadtgebiet derzeit lediglich auf dem Rewe-Parkplatz in Hämelerwald. Für die Aufstellung einer weiteren öffentlichen Ladesäule sollen die Stadtwerke jetzt ein Konzept erarbeiten. Als Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke hat Sidortschuk den Auftrag dafür bereits erteilt.

Von Katja Eggers

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