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Lehrte Jo Gerner gibt Charlie Chaplin: So brillierte GZSZ-Star Wolfgang Bahro im Kurt-Hirschfeld-Forum
Umland Lehrte

Lehrte: Theaterstück zeigt den Mensch hinter dem Künstler Charlie Chaplin

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17:07 24.01.2020
Charlie (Wolfgang Bahro) und Oona Chaplin (Elinor Eidt) stehen gemeinsam vor der Kamera. Quelle: Susanne Hanke
Lehrte

Der „kleine Engländer“ – so wurde der große Charlie Chaplin am Anfang seiner Karriere genannt. Wie diese ihren Lauf nahm und was für ein Mensch sich unter dem schwarzen abgetragenen Anzug und der Melone versteckte, durfte das Publikum im Kurt-Hirschfeld-Forum am Mittwochabend hautnah miterleben. Dass dieser in all seinen Facetten sichtbar wurde, war dem pointierten Spiel der Darsteller des Schlosspark Theaters Berlin zu verdanken, die das Stück „Ein gewisser Charles Spencer Chaplin“ von Daniel Colas auf die Bühne brachten.

Der kleine Mann mit dem schwingenden Stöckchen und der großartigen Mimik wurde von Wolfgang Bahro gespielt, der einigen aus der RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannt sein dürfte. Er zeigte sich so wandelbar, dass sowohl der Künstler wie auch der Mensch Chaplin dahinter zu erkennen war. Der szenische Bilderbogen umfasste eine Zeitspanne von sechs Jahrzehnten, die im Jahr 1914 begann und einen jungen Varietékünstler zeigt, der voller Ideen und Enthusiasmus steckte.

Stummfilmstar und Nervensäge

Als Nervensäge und eingebildeter Schnösel wird er von seiner ersten Filmpartnerin bezeichnet, während sein Potenzial vom Filmproduzenten bereits erkannt wird. Bahro schlüpfte in das Kostüm von Chaplin und ließ den Stummfilmstar lebendig werden. Er zeigte ihn als Arbeitstier, der akribisch auf Details achtet, aber auch die Angst, die er vor dem „Rummel“ um seine plötzliche Berühmtheit hat. Sehr intensive Momente wurden in der Begegnung mit seiner Mutter eingefangen. Deren geistige Verwirrtheit erzeugt bei ihm eine hilflose Traurigkeit und gleichzeitig die Angst, ebenso „verrückt“ zu werden.

Neben melancholischen Momenten blieb der humoristische Blick erhalten, in kleinen Zwischentönen und in einer genialen Adaption der Kunstfigur Chaplin. Bahro sang das Lied aus dem berühmten Film „Moderne Zeiten“ sehr authentisch. Das wortreiche und künstlerische Spiel wurde mit viel Applaus am Ende belohnt.

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Von Susanne Hanke

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