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Lehrte Ministerpräsident liest aus „Jim Knopf“ vor
Umland Lehrte Ministerpräsident liest aus „Jim Knopf“ vor
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00:16 25.11.2018
Stephan Weil beantwortet bereitwillig die Fragen der Schüler. Quelle: Katja Eggers
Lehrte

Die Lehrter Stadtbibliothek hat am Donnerstagvormittag sehr prominenten Besuch gehabt. Vor 60 Viertklässlern der Grundschule Süd las dort kein Geringerer als Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil aus „Jim Knopf“ von Michael Ende vor. Er tat dies anlässlich des bundesweiten Vorlesetages. Der hatte eigentlich schon in der vergangenen Woche stattgefunden. Da es dem Ministerpräsidenten terminlich aber nicht so gut passte, las Weil jetzt sozusagen nachträglich vor und löste damit obendrein ein Versprechen aus dem Vorjahr ein. Eigentlich hätte der Ministerpräsident nämlich schon 2017 in Lehrte lesen sollen. Wegen Koalitionsverhandlungen musste die Lesung jedoch seinerzeit abgesagt werden.

Stephan Weil plaudert aus seinem Alltag als Ministerpräsident. Quelle: Katja Eggers

Am Donnerstagvormittag rollten dann nun zwei große dunkle Limousinen vor dem Lehrter Kurt-Hirschfeld-Forum an – in einer saß Weil, das andere war ein ziviler Begleitwagen der Polizei. Die Fahrzeuge hinterließen bei den jungen Zuhörern ebenso Eindruck wie die beiden Bodyguards, die Weil mit in die Bibliothek gebracht hatte. Die Grundschüler fragten dem Ministerpräsidenten denn auch sprichwörtlich Löcher in den Bauch. „Sind die Autos kugelsicher?“ und „Was verdient man denn als Bodyguard?“ wollten die Kinder wissen. Letzteres beantworteten die Männer in den Anzügen kurzerhand selbst. „Zu wenig“, sagten sie augenzwinkernd. Und: Nein, die Autos seien nicht kugelsicher.

"Das hat Spaß gemacht": Nach der Lesung verewigt sich Stephan Weil im Gästebuch der Lehrter Stadtbibliothek. Quelle: Katja Eggers

Weil gab aber auch bereitwillig Antwort auf Fragen nach seinen Hobbys, seinem Lieblingsessen, seinem Lieblingsfußballverein, seinen früheren Lieblingsschulfächern, seinem Alter und seinen Kindern. Fußball und Lesen seien seine größten Leidenschaften, verriet er. Am liebsten esse er Currywurst. Als Hannoveraner stehe er natürlich auf 96, und in der Schule habe er am liebsten Sport und Deutsch gehabt. Sein Sohn sei mittlerweile 31 und er selber 59.

„Und wie isses so als Ministerpräsident?“, fragte ein Viertklässler aus den mittleren Reihen. „Ach, weißt du, ich muss ganz viel arbeiten und viele Entscheidungen treffen – wenn die sich in der Regierung nicht einig sind, sage ich auch mal wo’s langgeht“, plauderte Weil munter drauf los. Und: Ja, er habe auch schon mal Angela Merkel getroffen. „Die sehe ich sogar vielleicht heute Abend noch in Berlin, dann grüße ich sie von euch“, versprach Weil – und die Kinder waren restlos begeistert.

Von Katja Eggers

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