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Nachrichten Megahub: Spatenstich für das 100-Millionen-Projekt
Umland Lehrte Nachrichten Megahub: Spatenstich für das 100-Millionen-Projekt
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00:35 14.05.2018
700 Meter lange Gleisstränge und bis zu sechs Kranbrücken: So soll der Megahub bei Lehrte aussehen. Quelle: Archiv
Lehrte

 Für Lehrtes Politiker ist es seit Jahrzehnten schon ein geflügeltes Wort: „An den Bau des Megahub glaube ich erst dann, wenn er wirklich losgegangen ist“, hieß es immer wieder angesichts der schier endlosen Diskussionen um Finanzierung, Pläne und Planänderungen. Jetzt ist es wirklich soweit: Am Dienstag, 15. Mai um 12 Uhr soll der Bau des gigantischen Containerterminals  auf dem Gelände des früheren Rangierbahnhofs westlich der Kernstadt beginnen.

Zu diesem Anlass kommt viel politische Prominenz, und die Bahn bittet die Lehrter sogar zu einem Baustellenfest. Schon Ende 2019 soll der Megahub, der dem Umschlag von Containern auf Zügen dienen wird, in Betrieb gehen – wenn bei Bau und Probebetrieb alles glatt lauft. Die Kosten des Projekts werden auf 100 Millionen Euro geschätzt. So viel Geld stellt jedenfalls der Bund zur Verfügung. Während mancher Politiker in Bund und Land nun angesichts des Baustarts jubelt, sind viele Lehrter angesichts zusätzlichen Bahn- und Lastwagenverkehrs sowie Lärms skeptisch. Die Bürgerinitiative Megaleise in Ahlten bereitet sogar eine gerichtliche Klage vor, mit der sie mehr Lärmschutz erreichen will.

Einer der Ehrengäste am Dienstag wird Enak Ferlemann sein, Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur. Er lobt den Meghub und den sogenannten Kombinierten Verker vorab in einer Presseerklärung als „unverzichtbar“, um Transporte auf Schiene und Wasserstraßen zu verlagern. Der Megahub werde dank innovativer Technologie und modernster Umschlagtechnik eine „richtungsweisende Pilotfunktion“ einnehmen. Der Spatenstich am Dienstag sei ein „Meilenstein“.

Herzstück des Containerterminals ist eine vollautomatische Sortieranlage, die Container von Zug auf Zug oder auf Lastwagen umlagert. Dafür werden in mehreren Bauabschnitten sechs jeweils rund 700 Meter lange Umschlaggleise gebaut und eine Kranbahn mit bis zu sechs Portalkränen errichtet. Dafür müssen unter anderem knapp 36.000 Kubikmeter Boden ausgehoben und mehr als acht Kilometer neue Gleise sowie 24 Weichen gelegt werden.

Die Deutsche Bahn will mit den Lehrtern gemeinsam den Baubeginn für die Megahub-Anlage feiern. Quelle: Archiv

Die Diskussionen über den Megahub hatten bereits weit vor der Jahrtausendwende begonnen, waren dann auf Eis gelegt und 2005 mit einem neuen Planfeststellungsbeschluss neu belebt worden. Seit 2014 laufen die Vorarbeiten auf dem ehemaligen Rangierbahnhof. Unter anderem wurden eine Zufahrt gebaut, alte Gleise beseitigt und Zauneidechsen umgesiedelt. Zuletzt hatte es immer wieder heftige Auseinandersetzungen über Planänderungen gegeben, unter anderem im Bereich Feuerschutz und Lärmschutz.

Zum ersten Spatenstich am Dienstag kommen außer Ferlemann auch Dirk Rompf, Vorstand der Deutschen Bahn, Konzernbevollmächtigter Ulrich Bischoping sowie Bernd Althusmann, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung. Auch Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk ist eingeladen.

Nach dem offiziellen Teil ist für 16 bis 19 Uhr ein öffentliches Baustellenfest mit Informationen zum Projekt geplant. Unter anderem soll es Artenschutzführungen, die Einweihung einer Aussichtsplattform, ein Info-Mobil, Spiel und Spaß für Kinder und Erwachsene sowie einen kleinen Imbiss geben. Die Zufahrt zum Gelände ist über den Eisenbahnlängsweg möglich. Auch ein Shuttlebus bringt die Gäste dort hin. Er fährt an der Bahnhofstraße in Lehrte um 15.30, 16.30 und 17.30 Uhr sowie am Barnstorfplatz und am Bahnhof in Ahlten um 15.45, 16.45 und 17.45 Uhr ab.

Von Achim Gückel

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