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Nachrichten Megahub: Bahn kontert Kritik
Umland Lehrte Nachrichten Megahub: Bahn kontert Kritik
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17:16 02.05.2014
Von Gerko Naumann
Foto: Hier soll der Megahub entstehen.
Hier soll der Megahub entstehen. Quelle: Gerko Naumann
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Lehrte

Die Bahn will die Kritik von Sidortschuk nicht unkommentiert stehen lassen. Mit etwas Verzögerung meldet sich nun das Unternehmen zu dessen Vorwürfen zu Wort, den Anwohnern bei Informationsveranstaltungen nicht die ganze Wahrheit über den Megahub gesagt zu haben. Und zwar genau zu den Punkten, die die Bürger, vor allem in Ahlten, am meisten umtreiben: Wie stark nimmt der Lastverkehr in und um Lehrte zu? Wie viel zusätzlichen Lärm bedeutet das?

Sidortschuk hatte sich deshalb von der Bahn Zahlen zuschicken lassen, die genau darüber Auskunft geben. Dabei war ihm aufgefallen, dass der Umschlag mit bis zu 345.000 Ladeeinheiten deutlich höher lag als den Bürgern öffentlich mitgeteilt worden ist. Bei den Infoterminen sei von lediglich 130.000 Einheiten die Rede gewesen. Daraufhin kritisierte der Lehrter Verwaltungschef in einem offenen Brief an den Konzernbeauftragten Ulrich Bischoping die aus seiner Sicht unfaire Öffentlichkeitsarbeit der Bahn.

Darauf hat Bischoping jetzt geantwortet. In einem persönlichen Gespräch mit Sidortschuk und in einem Schreiben, das dem Anzeiger vorliegt. Darin heißt es: „Ich bedaure sehr, wenn in den letzten beiden Informationsveranstaltungen in Ahlten und Lehrte der Eindruck entstanden sein sollte, bei den vorgetragenen Umschlagzahlen handele es sich um die maximal mögliche und genehmigte Kapazität der Anlage.“ Beide Treffen seien dazu gedacht gewesen, die Arbeiten und Auswirkungen der anstehenden ersten Bauphase zu kommunizieren. Bischoping wirft Sidortschuk und seiner Verwaltung nun im Gegenzug vor, nicht exakt recherchiert zu haben.

Im Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2005, der der Stadt vorliegt, seien alle relevanten Zahlen enthalten. Bischopings Konter lautet deshalb, dass der Lehrter Bürgermeister bei den Empfängern seines offenen Briefes unnötig Verunsicherung hervorgerufen habe. Seine „mit Eifer erhobenen“ Vorwürfe seien haltlos. Versöhnlicher klingt der Satz des Bahnmitarbeiters fast am Ende des Briefes: „Ich rege an, dass wir künftig miteinander reden, wenn Aufklärungsbedarf besteht.“

Gerko Naumann 01.05.2014
Thomas Böger 29.04.2014
Gerko Naumann 02.05.2014