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Umland Lehrte Nachrichten Bei der Messe herrscht die Ruhe vor dem Sturm
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02:44 12.03.2018
Kurt (von links) und Gerda Knittel erkundigen sich bei Clemens Müller nach Fußbodenbelag. Quelle: Michael Schütz
Lehrte

Traditionell ruhig ist am Freitag der Auftakt der Familien-Frühjahrsmesse auf dem Schützenplatz verlaufen. Das ist für Clemens Müller keine neue Erfahrung. Der Lehrter Malermeister ist regelmäßig auf der alle zwei Jahre stattfinden Messe dabei. „Am Freitag kommen diejenigen, die sich gezielt aufmachen“, sagt Müller. „Da gibt es manchmal recht tief gehende Gespräche.“ Am Sonnabend und Sonntag dagegen seien es eher die Ausflügler, die sich nur mal umschauen wollen. Mit einem gezielten Anliegen sind auch Kurt und Gerda Knittel zu Müller gekommen. „Wir wollen tapezieren und einen neuen Fußboden verlegen“, erklären die beiden Iltener. Sie wollten mal schauen, wer die besten Angebote hat. Zeit, am Freitag auf die Messe zu kommen, hätten sie allemal. „Wir sind ja Rentner“, sagte Kurt Knittel lächelnd.

Hartmut Völksen und seine Lebensgefährtin Marion Forstmeier nutzten die Mittagspause, um über die Messe zu bummeln. „Das Garteninteresse treibt uns hierher“, sagte Forstmeier. Und da Völksen in Sehnde auch stellvertretender Bürgermeister ist, schaute er auch gleich bei den Sehnder Firmen vorbei.

Für Ingo Hofmann ist die Messe auch eine Gelegenheit zur Kundenpflege. Der Lehrter Tischlermeister, der sowohl in einer Halle als auch auf dem Freigelände einen Stand hat, kommt gern mit den Besuchern ins Gespräch. „Abschlüsse gibt es hier nicht“, sagt er. Es gehe ihm mehr um die Informationen über seine Angebote. Das habe auch etwas mit dem Standort in seiner Heimatstadt zu tun: „Wir sind nur hier auf der Messe, sonst nirgends.“ Ähnlich geht es Nicole Klöpper-Langkop. Die Kosmetikerin aus Ahlten sucht an ihrem Stand den direkten Kundenkontakt. „Das ist ein intimes Thema, da gibt es im Studio manchmal Schwellenangst.“

Am Gemeinschaftsstand der Stadt Lehrte und des Stadtmarketings war dagegen am Freitag Improvisation gefragt. Der Heizungsschlauch über dem Stand war leck. „Der Schmutz rieselt herunter“, war Pressesprecher Fabian Nolting wenig erfreut. Axel Siemon wusste Rat. 

Axel Siemon repariert den Heizschlauch am Stand der Stadt. Udo Gallowski (links) und Fabian Nolting sichern ab. Quelle: Michael Schütz

Der Brandschutz-Experte kam von seinem Stand herüber, stieg kurzerhand auf die Leiter und behob den Schaden, sodass der Stand wieder benutzbar war. Das schien auch nötig: „Es kamen schon etliche Anfragen zu unseren Baugebieten“, erklärte Nolting. Außerdem nutzen die Lehrter die Messe immer gern, um Beschwerden oder Hinweise loszuwerden. Für die Stadt selbst sei die Veranstaltung auch eine gute Gelegenheit, Nachwuchs zu rekrutieren. „Wir haben zur Zeit 27 freie Stellen“, sagte Nolting.

Die Messe auf dem Schützenplatz dreht sich zwar hauptsächlich um Handel und Gewerbe, aber der eine oder andere Verein nutzt ebenfalls die Möglichkeit, sich auf der Schau zu präsentieren. Und so hat der Verein der Freunde historischer Fahrzeuge auf dem Freigelände ein Zelt bezogen. „Das ist für uns die Gelegenheit, auf unser Dreschefest hinzuweisen“, sagt Vereinschef Ulrich Schulz. Das steigt zwar erst im August. „Aber nach dem Dreschefest ist vor dem Dreschefest.“ Die Dampfmodelle, die die Immenser mitgebracht haben, zogen schnell viele Interessierte an. Dazu gehörte auch Volker Daude an. Der Ahltener zeigte sich fasziniert von den Modellen.

Volker Daude (rechts) zeigt sich von den Dampfmodellen bei Ulrich Schulz angetan. Quelle: Michael Schütz

Die Familien-Frühjahrsmesse ist noch bis zum Sonntag geöffnet. Am Sonnabend kann man das Gelände auf dem Schützenplatz von 10 bis 18 Uhr, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr besuchen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, ermäßigt 4 Euro. Kinder bis zum vollendeten 15. Lebensjahr haben freien Eintritt.

Von Michael Schütz

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