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Umland Lehrte Nachrichten Eine überbordende Show: Bidla Buh im Forum
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17:09 15.11.2017
Die drei hanseatischen Vollblutmusiker von Bila Buh rocken das Kurt-Hirschfeld Forum –und zwar mit recht ungewöhnlichen Instrumenten. Quelle: Susanne Hanke
Lehrte

Hans, Ole und Frederick sind komisch. Sie sind begabt. Und sie sind echte Vollblutmusiker. Das ist am Donnerstagabend schon nach wenigen Minuten ihres Auftritts im Kurt-Hirschfeld-Forum klar. Als Comedy-Musik-Trio Bila Buh sind sie schon längt kein bloßer Geheimtipp mehr. Wer ihre Späße und ihre vor Energie schier überbordende Show magt, der lacht sich ohne Pause schräg, bis das Zwechfell schmerzt. Und wer nicht aufpasst, steht auch ganz schnell als Teil eines schrägen Orchesters mit auf der Bühne.

Denn Hans, Ole und Frederick sind im Forum erst einmal als so etwas wie Talentscouts unterwegs. Was als harmloses Ratespielchen mit dem Publikum beginnt und was Hans als genialer Pfeiftonmusiker umflötet, wird schnell zur Suche nach talentierte Mitmusiker. Sind diese erst einmal aus den Stuhlreihen herausgepickt, entwickelt sich auf der Bühne eine urige, muntere, schräge Sinfonie, bei der sich unter anderem Waldesrauschen, bayrisches Jodelflair und ein klingendes Glöckchen einem puntgenauen Dirigat unterwerfen sollen. Zum In-die-Ecke-Schmeißen komisch.

Ganz entspannt sein und genießen dürfen für Zuschauer selbstverständlich auch. Die drei Musiker im Frack geben sich bei ihrer Interpretation altbekannter Musikstücke ganz ihren genialen Einfällen hin und geraten bei einer Symbiose aus Sport und Musik schließlich ganz schön ins Schwitzen. Da entsteht zum Beispiel jeder Ton des nachempfundenen Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker per Blasebalg, welcher durch Kniebeugen aktiviert wird.

Ganz normale Musikinstrumente gibt es bei Bidla Buh indes auch. Aber die erleben dann wiederum ganz eigenartige Deutungen. Die Trompete wird zur Geliebten, mit deren musikalischen Vorzügen sich meisterhaft flirten lässt. Und das Jagdhorn bläst zur Jagd auf Rehaugen-Schönheiten, welche wiederum im Publikum gesichtet werden.

All das kommt nonchalant, leichtfüßig und in faszinierender musikalischer Perfektion daher. Die drei Männer haben es wirklich drauf. Jene schabernackhafte Aufführung eines Gitarrensolos, das mit einer Gitarre und sechs Händen dargeboten wird, ist nur eines der vielen Beispiele dafür. Überboten wird dieses sechshändige Kunststück dann nur noch von einer rasanten Becher-wechsel-dich Performance, bei der schnöde Plastikbecher als Klangkörper ganz groß raus kommen und die drei Hanseaten im fliegenden Frack ein eigenwilliges Ballett aufführen. Da tobt das Forum. Einfach grandios!

Von Susanne Hanke

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