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05:22 12.03.2018
Der Diktator (Nico Brede) und seine Bodyguards (Celina-Jaqueline Busse und Tobias Günther) schaffen Gänsehautmomente im Kurt-Hirschfeld-Forum. Quelle: Susanne Hanke
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Lehrte

 Lehrtes Gymnasiasten haben am Donnerstagabend alle Register gezogen. Auf der Bühne des Kurt-Hirschfeld-Forums zeigten die Aktuere der Kurse Darstellendes Spiel unter anderem ein Stück, welches gleichsam einen gezielten Angriff auf die Lachmuskeln der Zuschauer startete wie es Gänsehautmomente schuf. Die Gruppe unter der Leitung von Manfred Filsinger widmete sich dabei dem Thema Generationskonflikt und trieb diesen bewusst auf die Spitze, um das Genre Comedy zu bedienen.

„ Wir wollen alle Altersklassen einbeziehen, eine verrückte Gesellschaft darstellen und viel improvisieren“, erläuterte Gymnasiastin Sina Giesecke, noch bevor sich der Vorhand hob. Sie schlüpfte dann in die Rolle der Oma Christa, die sich über Tinder in Opa Reiner verliebt. Und Opa Reiner war ein Knaller. Deniz Dag verpasste dem alten Herrn eine charmante Frischzellenkur und ließ den Krückstock tanzen.

Inmitten der turbulenten Szenerie aus Elternstreit, Erziehungsdebatten, Drogenmissbrauch und Mobbing zeigten die Schüler einige Szenen in Slow-Motion und boten somit einen ruhenden Gegenpol zu all dem Wahnsinn auf der Bühne.

 Einen sehr nachdenklich stimmenden Ansatz verfolgte dagegen der Kurs von Gabriele Schrumpf. Unter dem Titel „Der Wahrheit verpflichtet“ entwickelten sie eine Szenerie, in der Europa durch einen Diktator ausgelöscht wurde. Die letzten überlebenden Europäer, hochrangige Wissenschaftler, befinden sich zur Zeit der Katastrophe bei einer Konferenz im Fernen Osten – und sind plötzlich Flüchtlinge, verlieren ihren Status, müssen die einzig Sprache des diktatorischen Landes lernen und sich anpassen.

Als Nachrichtensprecher blieben dabei Tjard Marx und Kevin Schmolowski überaus sachlich und kompetent in ihrer Rolle, während mit einer perfekt abgestimmten Choreografie der Auftritt des Dikators, gespielt von Nico Brede, für Gänsehaut sorgte. Ebenfalls fest in der Rolle verankert: Die Systemanhängerinnen, die ihre strenge Doktrin ohne ein einziges Lächeln absolut glaubhaft umsetzten.

Alles in allem: Ein spannender Abend mit leidenschaftlich schauspielernden Schülern.

Von Susanne Hanke

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