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Umland Lehrte Nachrichten Initiative misst Schließzeiten der Schranke
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00:16 03.06.2017
24-Stunden-Aktion am Bahnübergang Aligse: Udo Rösler (von links), Armin Höfig und Ernst-Heinrich Ehlvers messen mit Stoppuhr und Handy, wie lange die Schranken unten sind. Quelle: Katja Eggers
Aligse

Das sogenannte Infrastrukturforum StARK startete seine 24-Stunden-Aktion am Bahnübergang an der Peiner Heerstraße um 6.15 Uhr. Die 19 Helfer gingen in zweistündigen Schichten vor. Schon in den ersten sieben Stunden notierten sie 57 Züge. Wie lange die Schranken dann jeweils genau unten waren, muss jedoch noch ausgewertet werden. In ihrer Liste haben die Helfer nicht die Schließdauer festgehalten, sondern wann das Rotlicht für Autofahrer am Bahnübergang an- und wieder ausging. Notiert wurde zudem, ob der jeweilige Zug ein Güterzug oder eine S-Bahn war und ob er aus Richtung Lehrte oder Celle kam.

Die Initiative will mit ihrer Aktion ermitteln, wie lange Verkehrsteilnehmer tatsächlich am Bahnübergang warten müssen. Gerade Aligser und Steinwedeler kritisieren, dass die Schranken viel zu lange unten sind. Dass sich die gefühlten Wartezeiten sehr unterscheiden können, wurde in einer Umfrage deutlich. Passanten sollten schätzen, wie lange die Schranken in Aligse innerhalb von 24 Stunden geschlossen sind. "Von zwei bis neun Stunden war alles dabei, eine Dame tippte sogar auf 16 Stunden", sagte Helfer Ernst-Heinrich Ehlvers.

Karsten Hunte aus Steinwedel plant für seine Wege nach Aligse stets rund drei Minuten mehr ein. An die Wartezeit habe er sich gewöhnt. Sorge bereiten ihm vielmehr das hohe Verkehrsaufkommen im Ort und der Rückstau. "Zur Kita in Aligse lasse ich meine Tochter nicht alleine gehen", erklärte Hunte. Die Aktion der Initiative begrüßte er.

Das tat auch Christian Bollwein, Lehrtes designierter Stadtbaurat. "Die Aktion macht deutlich, dass die Situation in Aligse schon jetzt nicht mehr tragbar ist", sagte er mit Blick auf die langen Schrankenschließzeiten und die Lärmbelästigung durch die Züge. Die sogenannte Blockverdichtung werde alles noch schlimmer machen. Die Bahn erwartet bis zum Jahr 2030 eine Verdoppelung des Güterzugaufkommens auf der Strecke Celle-Lehrte. Auf den vorhandenen Gleisen sollen die Abstände zwischen den Signalen dann verkürzt werden, sodass mehr Züge gleichzeitig fahren können.

Die Bahn kommt bei aktuellen Zählungen auf täglich etwa 200 Züge. StARK-Sprecher Udo Rösler geht jedoch davon aus, dass bei der Aktion weit mehr gezählt werden. "Mit unseren Zahlen gehen wir dann erneut an die Bahn", sagt Rösler. Er hofft, dass ein Gutachter technische Alternativen prüft. In einem Workshop hatte die Initiative bereits mehrere Möglichkeiten erarbeitet. Sie reichen von Tunneln und Fußgängerbrücken über veränderte Schrankenschließzeiten bis hin zu Umfahrungen. "Wichtig ist uns auch, dass wir von der Bahn nichts übergestülpt bekommen, sondern selber aktiv mitentscheiden, was wirklich sinnvoll ist", betonte Rösler. Er wünscht sich zudem, dass sich noch mehr Menschen engagieren: "Das Interesse könnte größer sein, viele kennen uns gar nicht."

Fotostrecke Lehrte: Initiative misst Schließzeiten der Schranke

Von Katja Eggers

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