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Umland Lehrte Nachrichten Heizungsvisite spart Kosten und schützt Umwelt 
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04:43 02.03.2018
Vanessa Kohlmeier von der Klimaschutzagentur Region Hannover (von links) sowie Stadtwerke-Vertriebsleiter Björn Rust und Geschäftsführer Rainer Eberth freuen sich, kostenlose Heizungschecks für Lehrter Haus- und Wohnungseigentümer anbieten zu können.
Vanessa Kohlmeier von der Klimaschutzagentur Region Hannover (von links) sowie Stadtwerke-Vertriebsleiter Björn Rust und Geschäftsführer Rainer Eberth freuen sich, kostenlose Heizungschecks für Lehrter Haus- und Wohnungseigentümer anbieten zu können. Quelle: Sandra Köhler
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Lehrte

 Bei frostigen Minusgraden ist eine funktionierende Heizung eine Wohltat. Doch wenn die Anlage nicht richtig eingestellt oder gedämmt ist, geht die Wärme nicht nur zu Lasten der Umwelt, sondern auch zu Lasten des Geldbeutels. Ein Heizungscheck kann da wahre Wunder wirken – und deshalb bieten die Stadtwerke zusammen mit der Klimaschutzagentur Region Hannover jetzt für Haus- und Wohnungseigentümer in Lehrte unter dem Slogan „Heizungsvisite“ 200 kostenlose und unabhängige Prüfungen an. Einzige Voraussetzung ist, dass die Heizungsanlage älter als fünf Jahre sein muss. „Davor fällt das meist noch in die Gewährleistung“, sagt Vanessa Kohlmeier von der Klimaschutzagentur. 

Und so funktioniert die Heizungsvisite: Ein unabhängiger Energieberater kommt nach individueller Terminabsprache nach Hause. „Der sieht sich die Gegebenheiten vom Keller bis zum Dach an und schaut, was optimierbar ist“, sagt Kohlmeier. Von der Einstellung der Anlage über nicht isolierte Rohre sowie alte Pumpen und Heizkessel, zugigen Fenstern und schlecht gedämmten Wänden spiele eins ins andere. Selbst bei neuen Heizungen sei der Brennwert zu zwei Dritteln nicht optimal, sagt Kohlmeier: „Das hat ein bundesweiter Test der Verbraucherzentrale im Jahr 2011 ergeben.“ 

Der Fokus der Beratung liegt klar auf der Heizungsanlage. Dabei müsse aber niemand Angst haben, dass ihm etwa ein älterer Kessel stillgelegt würde. „Wir geben lediglich Tipps“, sagt Kohlmeier. Doch wenn jemand ohnehin plane, etwas zu erneuern, werde er etwa auch im Hinblick auf andere Technologien oder Förderungen beraten. „Meistens reicht es aber schon, Kleinigkeiten zu verändern“, weiß Stadtwerke-Geschäftsführer Rainer Eberth. Angesichts des Umstandes, dass bis zu 90 Prozent des Energieverbrauches in einem Haushalt auf Heizung und Wassererwärmung entfielen, gebe es ein Einsparpotenzial von bis zu 30 Prozent.

Dafür hat Eberth ein Beispiel: Alte Wärmepumpen benötigten jährlich rund 400 bis 600 Kilowattstunden, das entspeche etwa 110 bis 150 Euro an Kosten im Jahr. Neue Pumpen benötigten nur noch 30 bis 50 Kilowattstunden für etwa 15 Euro im Jahr. Die Anschaffung einer neuen Pumpe – inklusive Einbau etwa 150 bis 200 Euro – amortisiere sich also ziemlich schnell. 

Interessenten für eine Heizungsvisite können sich vom 5. bis 30. März bei der Klimaschutzagentur anmelden: Unter Telefon (05 11) 22 00 22 88 sowie über die Internetseite gutberatenstarten.de. Darüber hinaus gibt es auf der Familien-Frühjahrs-Messe vom 9. bis 11 März auf dem Schützenplatz auch einen gemeinsamen Stand mit den Stadtwerken. „Wir leiten Anfragen, die direkt bei uns ankommen, aber natürlich ebenfalls weiter“, verspricht Stadtwerke-Vertriebsleiter Björn Rust. 

Von Sandra Köhler