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Umland Lehrte Nachrichten Nur Wenige wollen etwas über Drogen hören
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09:09 22.07.2015
Mit schwarzen Holzkreuzen hat die Suchtberatungsstelle der verstorbenen Drogenkonsumenten gedacht. Quelle: Kühn
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Lehrte

Mit einem Stand vor dem Bahnhofstunnel wollten Leiter Thomas Tschirner und Sozialarbeiterin Sarah Keuffel Passanten auf die Drogenproblematik aufmerksam machen. Denn die meisten Junkies sterben nicht an einer Überdosis, sondern im Alter von 45 bis 55 Jahren an den Folgeschäden wie HIV und Hepatitis - so wie der Lehrter in diesem Jahr. Doch von 70 Angesprochenen ließen sich nur vier auf ein Gespräch ein.

Derzeit betreut die Fachstelle rund 160 Drogenkonsumenten, davon 48 aus Lehrte, 16 aus Sehnde, 31 aus Burgdorf und sechs aus Uetze. „Aber die Dunkelziffer ist natürlich wesentlich höher“, sagt Tschirner. 130 davon erhielten Ersatzstoffe wie Methadon. Auf dem Vormarsch seien synthetische Party- und Designerdrogen wie Crystal Meth - aber auch Aufputschmittel und Medikamente, die Eltern ihren Kindern geben, um die schulischen Anforderungen zu bewältigen.

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Im Schulzentrum Lehrte werde allerdings viel gekifft, meint der 18-jährige Tristan. Insgesamt sei der Cannabiskonsum dort aber eher unauffällig, sagt Tschirner.