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Umland Lehrte Nachrichten Genehmigung liegt vor: Die Oberschule darf kommen
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17:54 25.01.2018
Die IGS in Hämelerwald wird zur Oberschule. Quelle: Achim Gückel
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Hämelerwald

 Der nächste Schritt zum Erhalt des Schulstandorts am Ried in Hämelerwald ist getan. Die Niedersächsische Landesschulbehörde hat den Antrag der Stadt Lehrte, dort eine Oberschule einzurichten, genehmigt. Damit ist der Weg frei, mit dem Aufbau der neuen Schulform ab dem Schuljahr 2018/19 zu beginnen – und zwar zunächst mit einem fünften Jahrgang.

Allerdings hat die Landesschulbehörde der Stadt eine bindende Auflage erteilt. Genemigt ist die Oberschule nur dann, wenn sich genügend Schüler für den Startjahrgang finden. Das sind mindestens 48, teilt Stadtsprecher Fabian Nolting mit. „Nach der positiven Resonanz aus der Elternbefragung liegt es jetzt an den Eltern, dem Wunsch nach einer Oberschule Taten folgen zu lassen“, appelliert er. Für den tatsächlichen Start der Oberschule sei es „zwingende Voraussetzung“, dass mindestens die geforderten 48 Mädchen und Jungen angemeldet werden. Eine Oberschule muss mindestens zweizügig sein, also zwei Klassen pro Jahrgang haben.

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Die Einrichtung der Oberschule gehört zum großen Plan der Schulentwicklung im Lehrter Stadtgebiet, um den die Politik jahrelang gerungen hatte. Ursprünglich sollte der Schulstandort am Ried in Hämelerwald ganz aufgegeben und die dort untergebrachten Klassen der IGS nach Lehrte Süd verlagert werden. Dieses Vorhaben fand keine Mehrheit, weil sich unter anderem Hämelerwalder Kommunalpolitiker dagegen wehrten. Im vergangenen September beschloss der Rat der Stadt, die IGS in Hämelerwald nun Jahrgang für Jahrgang nach Lehrte Süd zu verlagern und gleichzeitig der Landesschulbehörde den Antrag auf eine Oberschule in Hämelerwald zu unterbreiten. Zuvor hatte es eine Elternbefragung und eine Prognose gegeben, die für alle potenziellen Oberschuljahrgänge der nächsten Jahre ausreichendes Interesse ergab. Für die ersten zwei Jahrgänge (2018 und 2019) lag das Ergebnis aber nur knapp an der geforderten Marke von 48 Kindern.

Darüber hinaus fehlt für die neue Oberschule noch der pädagogische Rahmen. Ihn zu erstellen wird Aufgabe einer Planungsgruppe sein, die ihre Arbeit sehr kurzfristig aufnehmen und die die Landesschulbehörde nun einsetzen muss. Die Arbeit der Planungsgruppe dürfte sich kompliziert gestalten, denn es geht auch darum, wer an der neuen Oberschule unterrichtet und wer Schulleiter wird. Eine entsprechende Struktur ist in Hämelerwald nicht vorhanden. Die Oberschule muss quasi von Grund auf neu gestaltet werden. Darüber hinaus drängt nun die Zeit.

Die Stadt hofft jedoch, dass das Vorhaben gelingt. Erste Anmeldungen für den Startjahrgang der Oberschule in Hämelerwald will sie im Verauf des zweiten Quartals in diesem Jahr entgegennehmen.

Von Achim Gückel